Altenoythe - „Das neue Jahr fing schon gut an“, sagt Hans Lammers aus Altenoythe und blickt dabei sorgenvoll auf einen Aktenstapel in seinem Büro. „Vier neue Fälle lagen schon in den ersten Januartagen auf meinem Schreibtisch, jetzt sind es acht, und das Jahr ist knapp zwei Wochen alt. Es ist doch mehr im Busche, als man nur ansatzweise vermutet.“

Wenn Hans Lammers von „Fällen“ spricht, meint er Kriminalfälle – quer durch alle Deliktsbereiche von Handtaschendiebstahl und Wohnungseinbrüche bis hin zu häuslicher Gewalt, Stalking, Raub oder noch Schlimmerem. In seinen Blick nimmt er dabei die Opfer von Gewalttaten, nicht die Täter, die er mehr als 40 Jahre als Polizeibeamter jagte. Der pensionierte Kriminalist ist nun Leiter einer Außenstelle des „Weißen Ringes e.V.“, der Hilfsorganisation für Kriminalitätsopfer. Seit 25 Jahren engagiert Lammers sich hier ehrenamtlich und leistet Opfern von Straftaten aus dem Ammerland und dem nördlichen Landkreis Cloppenburg Hilfe und Beistand. In 88 Fällen wurde er 2013 um Hilfe gebeten, „das ist eine Steigerung um ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr“, rechnet Lammers vor und ergänzt: „Tendenz steigend!“

Hans Lammers berichtet von seinen Tätigkeiten nur beispielhaft. „Vertraulichkeit ist das A und O meiner Arbeit. Nur die Betroffenen und ich wissen um die Vorgänge, sonst niemand.“ Und trotzdem braucht man nicht viel Vorstellungskraft, um sich das Leid und die damit verbundene Hilflosigkeit in vielen Fällen vor Augen zu führen. „Genau hier steigen wir ein“, erklärt Lammers. „Da, wo Betroffene vermutlich nicht in der Lage sind, alle Hilfsangebote in Anspruch nehmen zu können, stehen wir zur Seite.“ So konnte Lammers alleine in seiner Außenstelle 53 „Hilfeschecks“ im Wert von jeweils 150 Euro für eine rechtsanwaltliche oder psychotraumatologische Erstberatung ausstellen, 46 mal finanzielle Soforthilfen gewähren und, darüber freut Lammers sich besonders, in jedem Einzelfall mit konkreten Empfehlungen und Hilfestellungen weiterhelfen. „Die Möglichkeiten des Weißen Ringes sind sehr vielfältig. Sie reichen von Beistand und persönlicher Betreuung über Vermittlung der Betroffenen an andere Organisationen, die Begleitung zu Terminen bei Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht bis hin zur Übernahme von Anwaltskosten und finanzieller Unterstützung für einen Urlaub in bestimmten Fällen.“

Bereut hat Lammes die auch für einen erfahrenen Polizeibeamten nicht immer einfache Aufgabe keine Sekunde. „Die Arbeit ist mir eine Herzensangelegenheit. Als Kriminalbeamter war es meine Aufgabe zu ermitteln und die Täter der Justiz zuzuführen. Für die Opfer war kaum Zeit – jetzt nehme ich mir die Zeit.“

Mehraufwand könnte auch auf Hans Lammers in naher Zukunft zukommen, denn am 1. Mai startete der Fonds „Sexueller Missbrauch“ als Teil des „ergänzenden Hilfesystems“ der Bundesregierung. Der Fonds wurde eingerichtet für all jene Menschen, die in ihrer Kindheit und Jugend sexuellen Missbrauch in der Familie oder in Institutionen erleben mussten und noch heute unter den Folgen zu leiden haben. „Ich rate Betroffenen sehr, sich mit dem Weißen Ring in Verbindung zu setzen, da das Antragsverfahren auch über den Weißen Ring eingeleitet werden kann“, so Lammers. Kontaktdaten findet man im Internet oder über das bundesweite Opfer-Telefon 116 006.

Für seine tägliche Arbeit hat Hans Lammers einen großen Wunsch. „Dass sich immer mehr Menschen ermutigen lassen, Angriffe einfach nicht mehr hinzunehmen, sich polizeiliche Hilfe holen und die verschiedensten Hilfsangebote auch annehmen. Dies auch dann, wenn die Gewalt in den heimischen vier Wänden geschehen ist.“

Altenoythe - „Das neue Jahr fing schon gut an“, sagt Hans Lammers aus Altenoythe und blickt dabei sorgenvoll auf einen Aktenstapel in seinem Büro. „Vier neue Fälle lagen schon in den ersten Januartagen auf meinem Schreibtisch, jetzt sind es acht, und das Jahr ist knapp zwei Wochen alt. Es ist doch mehr im Busche, als man nur ansatzweise vermutet.“

Wenn Hans Lammers von „Fällen“ spricht, meint er Kriminalfälle – quer durch alle Deliktsbereiche von Handtaschendiebstahl und Wohnungseinbrüche bis hin zu häuslicher Gewalt, Stalking, Raub oder noch Schlimmerem. In seinen Blick nimmt er dabei die Opfer von Gewalttaten, nicht die Täter, die er mehr als 40 Jahre als Polizeibeamter jagte. Der pensionierte Kriminalist ist nun Leiter einer Außenstelle des „Weißen Ringes e.V.“, der Hilfsorganisation für Kriminalitätsopfer. Seit 25 Jahren engagiert Lammers sich hier ehrenamtlich und leistet Opfern von Straftaten aus dem Ammerland und dem nördlichen Landkreis Cloppenburg Hilfe und Beistand. In 88 Fällen wurde er 2013 um Hilfe gebeten, „das ist eine Steigerung um ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr“, rechnet Lammers vor und ergänzt: „Tendenz steigend!“

Hans Lammers berichtet von seinen Tätigkeiten nur beispielhaft. „Vertraulichkeit ist das A und O meiner Arbeit. Nur die Betroffenen und ich wissen um die Vorgänge, sonst niemand.“ Und trotzdem braucht man nicht viel Vorstellungskraft, um sich das Leid und die damit verbundene Hilflosigkeit in vielen Fällen vor Augen zu führen. „Genau hier steigen wir ein“, erklärt Lammers. „Da, wo Betroffene vermutlich nicht in der Lage sind, alle Hilfsangebote in Anspruch nehmen zu können, stehen wir zur Seite.“ So konnte Lammers alleine in seiner Außenstelle 53 „Hilfeschecks“ im Wert von jeweils 150 Euro für eine rechtsanwaltliche oder psychotraumatologische Erstberatung ausstellen, 46 mal finanzielle Soforthilfen gewähren und, darüber freut Lammers sich besonders, in jedem Einzelfall mit konkreten Empfehlungen und Hilfestellungen weiterhelfen. „Die Möglichkeiten des Weißen Ringes sind sehr vielfältig. Sie reichen von Beistand und persönlicher Betreuung über Vermittlung der Betroffenen an andere Organisationen, die Begleitung zu Terminen bei Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht bis hin zur Übernahme von Anwaltskosten und finanzieller Unterstützung für einen Urlaub in bestimmten Fällen.“

Bereut hat Lammes die auch für einen erfahrenen Polizeibeamten nicht immer einfache Aufgabe keine Sekunde. „Die Arbeit ist mir eine Herzensangelegenheit. Als Kriminalbeamter war es meine Aufgabe zu ermitteln und die Täter der Justiz zuzuführen. Für die Opfer war kaum Zeit – jetzt nehme ich mir die Zeit.“

Mehraufwand könnte auch auf Hans Lammers in naher Zukunft zukommen, denn am 1. Mai startete der Fonds „Sexueller Missbrauch“ als Teil des „ergänzenden Hilfesystems“ der Bundesregierung. Der Fonds wurde eingerichtet für all jene Menschen, die in ihrer Kindheit und Jugend sexuellen Missbrauch in der Familie oder in Institutionen erleben mussten und noch heute unter den Folgen zu leiden haben. „Ich rate Betroffenen sehr, sich mit dem Weißen Ring in Verbindung zu setzen, da das Antragsverfahren auch über den Weißen Ring eingeleitet werden kann“, so Lammers. Kontaktdaten findet man im Internet oder über das bundesweite Opfer-Telefon 116 006.

Für seine tägliche Arbeit hat Hans Lammers einen großen Wunsch. „Dass sich immer mehr Menschen ermutigen lassen, Angriffe einfach nicht mehr hinzunehmen, sich polizeiliche Hilfe holen und die verschiedensten Hilfsangebote auch annehmen. Dies auch dann, wenn die Gewalt in den heimischen vier Wänden geschehen ist.“