Wittmund/Osnabrück - Knapp zwei Monate nach der gewaltigen Autoexplosion vor einem Haus an der Ledastraße in Wittmund haben die Ermittler einen 20-jährigen Mann verhaftet, der „dringend verdächtig ist, die Explosion herbeigeführt zu haben“. Das teilte die Staatsanwaltschaft Osnabrück am Donnerstag (6. Juli) nach Ermittlungen der Zentralstelle zur Bekämpfung krimineller Clanstrukturen sowie der Polizeiinspektion Aurich/Wittmund mit.

Der Beschuldigte sei aufgrund eines Haftbefehls am Mittwoch an seiner Arbeitsstätte fest­genommen und tags darauf dem zuständigen Richter des Amtsgerichts Osnabrück vorgeführt worden. Der Richter habe den Haftbefehl gegen Auflagen jedoch außer Vollzug gesetzt.

Durch die Explosion in den späten Abendstunden des 14. Mai wurde ein hochwertiges Auto zerstört, Verletzte gab es nicht. Die Ermittler gehen von einem Sachschaden im hohen fünfstelligen Bereich aus.

Die Staatsanwaltschaft erklärte unterdessen, dass das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion bei Anwendung des Strafrechts für Erwachsene mit einer Freiheitsstrafe zwischen einem und 15 Jahren bestraft werden könne. Aufgrund des Alters könnte bei dem 20-Jährigen jedoch auch das Jugendstrafrecht zur Anwendung kommen.

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Nicolas Reimer
Nicolas Reimer Thementeam Polizei/Justiz