Kreyenbrück - Böses Erwachen für die Bewohner eines Mehrparteienhauses an der Münnichstraße in Kreyenbrück: Bei einer Explosion, die sich kurz vor Mitternacht in der Nacht zu Donnerstag im ersten Obergeschoss des Mehrfamilienhauses ereignete, wurden mehrere Wohnungseingangstüren aus den Angeln gerissen und Türzargen beschädigt. Verletzt wurde niemand.

Das Treppenhaus ist erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Explosion verursachte Risse in Wänden und Decken, die Druckwelle zerstörte Fensterscheiben, wie die Polizei mitteilte. Rund dreieinhalb Stunden dauerte der Polizeieinsatz. Die Berufsfeuerwehr wurde alarmiert, musste aber nicht eingreifen.

„Meine Frau hat drei komische Geräusche gehört, ehe es einen lauten Knall gegeben hat“, erzählt ein Bewohner des betroffenen ersten Obergeschosses. „Ich lag schon im Bett, als es plötzlich einen fürchterlichen Knall gab. Das Treppenhaus war ganz verqualmt und die Feuermelder sind losgegangen“, berichtet eine Bewohnerin aus dem Untergeschoss. „Ich habe Angst“, sagt eine langjährige Mieterin nach dem mysteriösen Vorfall. Das Gerücht von einem Anschlag geistert durchs Haus, da sich der oder die Täter weit ins Haus hineingeschlichen haben.

Möglicherweise war es ein illegaler, selbstgebastelter Silvesterknaller, der explodiert ist. Derzeit untersucht die Polizei die am Tatort gefundenen Rückstände, die erste Hinweise geben. Die Wucht der Explosion führte auch zu Beschädigungen im Unter- und zweiten Obergeschoss – Risse in den Wänden, aufgerissene Türrahmen, gesplittertes Glas. Ermittler des Zentralen Kriminaldienstes schätzen den entstanden Sachschaden auf mindestens 30 000 Euro.

Einen Täter hat die Polizei noch nicht im Visier. Es lägen bisher auch keine Hinweise auf Personen vor, die weggelaufen oder weggefahren seien. Die Ermittlungen wegen „Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion“ laufen. Zeugen können sich bei der Polizei melden unter Tel. 7904115.

Sebastian Friedhoff