Oldenburger Land - Erst die Hitze, dann der Sturm: Ein heftiges Unwetter ist am Sonnabend über die Region gezogen und hat vielerorts für Schäden gesorgt.

Ein Baum stürzte auf die Oberleitung der Bahnstrecke Oldenburg-Bremen und geriet in Brand. Ein Intercity, der nach Leipzig unterwegs war, musste bei Hude (Landkreis Oldenburg) für dreieinhalb Stunden auf freier Strecke stehenbleiben. Weil die 15 000 Volt starke Oberleitung aus Sicherheitsgründen abgeschaltet wurde, harrten die etwa 170 Fahrgäste zwei Stunden ohne Klimaanlage im Zug aus, teilte eine Sprecherin der Bahn mit. Eine ältere Frau erlitt einen Schwächeanfall.

Im Kreis Cloppenburg wurden Bäume entwurzelt, als eine Windhose vorbeizog. Allein die Feuerwehr Friesoythe rückte am Nachmittag zu fast 15 Einsätzen aus. Auch in Oldenburg räumte die Feuerwehr umgefallene Bäume und dicke Äste von der Straße.

Während des Gewitters kenterte ein Segelboot auf der Weser. Die drei Insassen fielen ins Wasser, sie wurden von der DLRG Brake geborgen.

Wangerooge lag vor dem Gewitter unter einer dichten Nebeldecke. Bei Sichtweiten unter 50 Metern musste der Tower des Inselflughafens alle Flieger abweisen.

Unterdessen hat das bislang heißeste Wochenende des Jahres Deutschland kräftig zum Schwitzen gebracht: Mit 38,6 Grad wurde im südbadischen Rheinfelden am Sonnabend die höchste Temperatur in ganz Europa gemessen. Laut Deutschem Wetterdienst bleiben die Temperaturen in dieser Woche sommerlich.