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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Familie soll Abtreibung gefordert haben

11.01.2013

Oldenburg /Delmenhorst „Dick, dumm und vom Leben betrogen“: So soll sich nach Aussage einer Psychologin die 19-Jährige gefühlt haben, die im Juli vergangenen Jahres in Delmenhorst auf die schwangere Freundin ihres Bruders eingestochen hatte. Im Prozess vor der Oldenburger Jugendkammer um versuchten Mord und einen schweren Falls des Schwangerschaftsabbruchs ging auch am Donnerstag die Suche nach dem Motiv für die Tat weiter.

Das zur Tatzeit 18 Jahre alte Opfer konnte sich daran nicht mehr beteiligen. Die junge Frau, die durch die zwölf Messerstiche in Unterleib, Hals und Rücken lebensgefährlich verletzt worden war und ihr Kind verloren hatte, war in der Nacht zum zweiten Verhandlungstag psychisch zusammengebrochen. Dafür sagte aber ihre Mutter aus – und lenkte die Motivsuche in eine ganz andere Richtung. Im Vorfeld der Tat sei sie von der Familie der Angeklagten massiv bedrängt worden, dafür zu sorgen, dass das Kind ihrer Tochter abgetrieben werde.

Ihr sei ein Ultimatum gestellt worden, das zwei Tage vor der Tat ausgelaufen sei. Dann stach die Angeklagte auf die 18-Jährige ein, die auch ihre Freundin gewesen sein soll. Am ersten Verhandlungstag hatte die Angeklagte, die einer yezidischen Glaubensgemeinschaft angehört, noch erklärt, dass ihre Beziehung, die sie zu einem ebenfalls yezidischen Mann unterhalten habe, wegen Standesunterschieden nicht geduldet worden sei.

Ihr Bruder habe aber mit einer Nicht-Yezidin zusammen sein dürfen. Hass und Eifersucht sollen laut Anklage Motive sein. An der heute 19-Jährigen hatte die Angeklagte kein gutes Haar gelassen. Sie sagte aus, nicht zu wissen, warum sie zugestochen habe.

Der Vorsitzende Richter, Dr. Dirk Reuter, riet der Angeklagten aber, ihre Aussagen und das Tatgeschehen noch einmal zu überdenken. An diesem Freitag wird der Bruder der Angeklagten, dessen Kind nach der Messerattacke gestorben war, als Zeuge gehört.

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