Edewecht - Ätere Edewechterinnen und Edewechter können sich noch gut erinnern: An der Hauptkreuzung im Einmündungsbereich Hauptstraße/Oldenburger Straße befand sich einst der Edewechter Marktplatz. Dort, wo heute Finanzgeschäfte erledigt werden und die Edewechter Filiale der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) steht, wurden seit den 1920-er Jahren viele Feste gefeiert. Vieh- und Kramermärkte fanden alljährlich im Frühjahr und Herbst statt und zu anderen Festivitäten, wie z.B. zum Maibaumsetzen, traf man sich hier ebenfalls.

Wie der Edewechter Werner Meinrenken, der sich sehr für Heimat- und Ortsgeschichte interessiert, berichtet, habe der Gemeinderat am 9. Oktober 1925 den Ankauf des mitten im Ort an den beiden Hauptstraßen liegenden Areals mit dem Gehöft des Hausmanns Gerhard Setje beschlossen. Diesen „guten Gedanken“, einen zentralen Mittelpunkt im Ort für Veranstaltungen zu schaffen, habe – so heißt es in einem Artikel „Der Ammerländer“ – der ehemaligen Gemeindevorsteher und spätere Gemeindedirektor Gehrels gehabt. Als der Marktplatz in den 1920-er Jahren angelegt wurde, musste – wie die Edewechter Autorin Almuth Suntay ergänzt – das Setjesche Bauernhaus weichen. An der östlichen Seite des Platzes (im Setjeschen Gehölz) wurde 1926/1927 das Spritzenhaus gebaut, ein Feuerwehr-Gerätehaus, das zur Zierde Edewechts wurde.

Mit dem Bau des Rathauses in den 1970-er Jahren dauerte es nicht mehr lange, bis der Marktplatz „verlegt“ wurde.

Doris Grove-Mittwede
Doris Grove-Mittwede Redaktion Westerstede