Hasbruch - Mit seiner auffälligen schwarz-gelben Färbung zählt der bis zu 20 Zentimeter große Feuersalamander zu den auffälligsten Tierarten unserer Fauna. Allerdings ist er nur im Hasbruch heimisch. Bei Funden außerhalb dieses Waldes handelt es sich wohl um ausgesetzte Tiere.
Der Feuersalamander ist eine typische Waldart, die in Nordwestdeutschland nur alte Waldstandorte besiedelt. Im Hasbruch erreicht sie ihre nordwestliche Verbreitungsgrenze in Niedersachsen. Bei dem Vorkommen im Hasbruch handelt es sich um ein „Inselvorkommen“, das nach der Rodung der meisten Waldgebiete „übrig“ geblieben ist.
Salamander sind überwiegend nachtaktiv. Sie können dabei in einer Nacht bis zu 300 Meter zurücklegen, halten sich in der Regel aber in eng umgrenzten Gebieten auf, die unter 100 Quadratmeter groß sind. Tagsüber verstecken sich die Salamander in der Erde, im Laub oder unter Holz. Besonders häufig sind Feuersalamander im „Urwald“ und in den feuchten Waldbereichen des Hasbruchs. Die Salamander fressen Würmer, Nacktschnecken und Insekten. Die auffällige Färbung warnt potenzielle Feinde vor dem Verzehr, da die in den Hautdrüsen enthaltenen Gifte Fressfeinde töten können. Feinde haben eigentlich nur die Larven, die vor allem von Fischen gefressen werden.
Laichgewässer sind Gräben, aber auch Tümpel, größere Pfützen, Bäche und Bombentrichter. 20 bis 50 jeweils 25 bis 35 Millimeter große Larven werden im März vom Weibchen lebend an flachen Wasserstellen abgesetzt. Feuersalamander sind bei uns die einzigen Lurche, die ihre Jungen lebend zur Welt bringen. Die Larven mit einem auffällig großen viereckig wirkenden Kopf findet man im Mai und Juni. Salamander werden erst mit sechs Jahren geschlechtsreif und können über 20 Jahre alt werden. Die Überwinterung erfolgt in einem Versteck im Boden.
Feuersalamander sind im Hasbruch erfreulich häufig und vor allem bei Regen und abends zu beobachten. Gefährdet sind die Salamander vor allem durch Straßenverkehr. Leider findet man auch immer wieder überfahrene Exemplare entlang der Kühlinger Straße im Hasbruch. Auf dieser Straße sollte man daher bei Regen nur sehr langsam fahren.
