Oldenburg - Genau 35 Tage währte die „Feuerpause“: In der Nacht zu Freitag brannten wieder zwei Autos – erneut im Gerichtsviertel, und wieder in Nähe zur alten Justizvollzugsanstalt (JVA). Verletzt wurde zwar niemand, die beiden Kleinwagen aber, die an der Koppelstraße hintereinander abgestellt waren, sind jetzt Totalschäden.

Um 2.44 Uhr ging die Mitteilung des Brandes bei der Großleitstelle ein – eine Anwohnerin hätte einen Knall gehört und einen Feuerschein gesehen, hieß es in dem Notruf. Da standen die Motorräume der Fahrzeuge aber bereits in Flammen. Mehr noch, diesmal hatte auch die anliegende Bepflanzung zwischen dem Gebäude der Staatsanwaltschaft und der alten JVA Feuer gefangen. Purer Zufall, weil die Flammen hier überschlugen. Jetzt brannten allerdings nicht nur Autos, sondern auch Buschwerk.

Die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Polizei waren binnen weniger Minuten vor Ort.

Dort konnten die Fahrzeugbrände zügig gelöscht, ein Übergriff auf das Gebäude verhindert werden. Die sofort eingeleitete Fahndung nach dem Täter brachte jedoch keinen Erfolg. „Es wurden keine Personen in der Umgebung festgestellt“, ist im Polizeibericht vermerkt.

Der Brandort und die Fahrzeuge selbst wurden zur weiteren Spurensicherung beschlagnahmt und mit polizeilichem Flatterband markiert. Der Gesamtschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf etwa 9000 Euro; die Polizei geht auch in diesem Fall von einer Brandstiftung aus.

Insgesamt 16 Autos wurden seit Ende Mai nach dem immer gleichen Muster in Brand gesetzt, der Gesamtschaden liegt bei geschätzten über 150 000 Euro.

Interaktive Karte: Die Spur des Oldenburger Feuerteufels

Bislang hat die Ermittlungsgruppe „Zünder“ der Polizeiinspektion Oldenburg keinen Tatverdacht. Die Ermittlungs- und Fahndungsmaßnahmen würden nun ein weiteres Mal verschärft, so Sprecher Franz Reinermann.

Hinweise, so unbedeutend sie für Zeugen auch sein mögen, nimmt die Polizei unter Telefon 790 41 15 entgegen.