Deutschlands Freiwilligen Feuerwehren droht der Nachwuchs auszugehen. Bösels stellvertretender Gemeindebrandmeister gibt jedoch Entwarnung.
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FRAGE:
Es macht die Runde, dass Deutschlands Freiwillige Feuerwehren um die Zukunft bangen. Hat auch die Böseler Feuerwehr Nachwuchssorgen?
SCHWALM
: Wir haben großes Glück. Denn seit über 40 Jahren haben wir eine funktionierende Jugendfeuerwehr. Nicht alle Mitglieder der Jugendfeuerwehr werden später in die Feuerwehr übernommen, aber am Ende sind es doch recht viele.
FRAGE:
In Bösel muss also niemand fürchten, dass die Feuerwehr ausstirbt?
SCHWALM
: Nein. In Südniedersachsen soll das eher problematisch sein. Bei uns funktioniert der Übergang von der Jugendfeuerwehr zur Erwachsenen-Abteilung gut. Im Landkreis haben wir 21 Feuerwehren, fast jede hat eine Jugendfeuerwehr. Daraus lässt sich Nachwuchs gut rekrutieren.
FRAGE:
Worin liegt denn eher die Schwierigkeit im Alltag?
SCHWALM
: Wir haben vielmehr das Problem, dass sich im Laufe der Jahre die Ansprüche an die Feuerwehr erhöht haben. Während wir vor 15 Jahren noch gut mit sieben oder acht Mann unter Atemschutz auskamen, sieht die Situation jetzt anders aus. Neue Vorschriften besagen, wenn ein Trupp im Einsatz ist, müssen wir einen weiteren bereit halten.
FRAGE:
Es ist also alles komplexer geworden?
SCHWALM
: Richtig. Wenn ich zum Beispiel an die Komplexität eines Feuerwehr-Fahrzeug denke. Der Umgang damit will geübt werden. Das Problem heute ist natürlich auch, die Jugend zu motivieren, mitzumachen und dabei zu bleiben. Gerade in der heutigen Zeit gibt es so viele verschiedene Freizeitangebote. Aber bisher gelingt uns die Nachwuchs arbeit sehr gut.