Cloppenburg - 14 Einsätze hatte die Feuerwehr Cloppenburg in der Nacht auf Sonntag zu bewältigen. Die Cloppenburger Feuerwehr, die rund drei Stunden im Einsatz war, gab am Sonntag einen Überblick über die Ereignisse. Nach ergiebigen Regenfällen gegen 22 Uhr liefen im Stadtgebiet Keller voll. Zeitweise standen Teile der Kirchhofstraße unter Wasser. Ein besorgter Anwohner alarmierte die Feuerwehr. Als die eintraf, hatte sich das Problem allerdings schon von allein erledigt.
Größere Probleme hatten da schon die Anwohner im Bereich Sevelter Straße/Pingel-Anton. In einer Stichstraße der Sevelter Straße war eine Tiefgarage vollgelaufen und in einem Verwaltungsgebäude am Pingel-Anton strömte Wasser in einen Keller. Ein Feuerwehrmann schätzte, dass rund 500 bis 800 Liter Wasser pro Minute einströmten. Die fest eingebaute Pumpe war durch einen Stromausfall nicht mehr einsatzbereit. Hier wurden Tauchpumpen eingesetzt.
Ein tief gelegener Geflügelstall am Karkweg bereitete den Besitzern Sorge. Dort hatte sich so viel Wasser in einer Senke gesammelt, dass zu befürchten war, dass das Wasser in den Stall laufen könnte. Hier wurde das Wasser mit der großen Löschpumpe eines Einsatzfahrzeugs beseitigt. Tiere kamen nicht zu schaden. An der Höltinghauser Straße stürzte ein Laubbaum von einem Garten auf den Straßenrand. Die Einsatzkräfte konnten die Gefahr schnell beseitigen.
Extreme Sorge um sein privates Fitnessstudio und zu hoch angesetzte Vorstellungen über die Aufgaben der Feuerwehr hatte offensichtlich ein junger Mann aus der Innenstadt. Als der Anrufer mit der Feuerwehr den betroffenen Raum betrat, wurde schnell deutlich, dass beide Parteien unterschiedliche Vorstellungen vom Begriff Wasserschaden haben. Angesichts des dünnen Wasserfilms auf dem Boden gab der Gruppenführer ihm den Rat, es doch einfach mit Feudel und Eimer zu probieren, heißt es in einer Mitteilung der Feuerwehr Cloppenburg.
Ein Fahrzeug der Feuerwehr wurde kurzfristig zur Absicherung des Bahnübergangs an der Sevelter Straße eingesetzt. Das rote Blinklicht war im Dauerbetrieb, obwohl kein Zug zu sehen war und die Schranken oben blieben. Bis einwandfrei geklärt war, dass der Zugverkehr auf der Strecke gestoppt war, sicherten zwei Einsatzkräfte den Übergang ab. Die Ursache für die Sperrung und für das Dauerblinken waren vermutlich Bäume, die in Hemmelte (Gemeinde Lastrup) auf den Gleisen lagen.
Auch in Essen war einiges los. „So etwas habe ich noch nicht erlebt,“, sagte Ortsbrandmeister Magnus Bäker, nach dessen Angaben die Essener Wehr in der Nacht von Samstag auf Sonntag zu 35 Einsätzen gerufen wurde. Ab etwa 22 Uhr gingen die Alarmierungen im Minutentakt ein. Überschwemmte Straßen, abgesoffene Keller, abgebrochene Äste, umgestürzte Bäume. Gegen 4 Uhr gab es dann für die über 40 Feuerwehrmänner eine kurze Verschnaufpause. Bis am Sonntagmorgen erneut ein Hilferuf einging. Der große Keller eines Landhandels im Gewerbegebiet Sandloh stand komplett unter Wasser. Auch hier waren über 40 Einsatzkräfte und sechs Fahrzeuge vor Ort.
