Hatten - 2012 ist noch nicht ganz vorbei – die Freiwilligen Feuerwehren in der Gemeinde haben trotzdem schon Bilanz gezogen. Für die letzte Sitzung des Gemeindekommandos, in diesem Jahr bei der Freiwilligen Feuerwehr Kirchhatten, hatten die Wehren ihre Zahlen fertig aufbereitet. Im Vergleich zu den Vorjahren mussten die Hatter Wehren häufiger, nämlich insgesamt zu 78 Einsätzen ausrücken.
Während die Zahl der Brände von 25 auf 14 stark zurückgegangen ist, mussten die Wehren deutlich häufiger zu so genannten Hilfeleistungen ausrücken, etwa bei Autounfällen oder um umgestürzte Bäume von Straßen zu räumen. 28 derartige Einsätze hatten die Wehren im Jahr 2011, 64 waren es 2012. Nicht mitgezählt in dieser Statistik sind die Fehlalarme – 14 Stück davon gab es, meistens ausgelöst durch Brandmeldeanlagen in Seniorenwohnanlagen.
Einen Einsatz hob Gemeindebrandmeister Reiner Schröder in seiner Rückschau besonders hervor. Das Feuer in einer Mais-Trocknungsanlage in Tweelbäke liegt erst wenige Wochen zurück, es war der Einsatz, der die Hatter Wehren und zahlreiche Kameraden aus den Nachbarorten am längsten beschäftigt hat.
„Wir konnten das Feuer sehen, aber nicht so effektiv bekämpfen, wie wir uns das nun mal wünschen“, sagte Schröder. Es habe sich bei diesem Einsatz wieder einmal gezeigt, dass die Atemschutzgeräteträger die wichtigsten Einsatzkräfte der Feuerwehr seien – deshalb, so mahnte er, sei es besonders wichtig, dass die Wehren die entsprechenden Übungs- und Ausbildungsmöglichkeiten in Anspruch nähmen.
Schröder dankte besonders den Sandkruger Maltesern und dem THW Wardenburg, die mit Zelten, Getränken und Nahrungsmitteln dafür gesorgt hatten, dass sich die Feuerwehrkräfte während des Einsatzes aufwärmen und regenerieren konnten.
Positiv ist die Entwicklung der Mitgliederzahlen bei den Feuerwehren. In allen vier Ortswehren sind 202 aktive Feuerwehrleute gezählt worden, zwei mehr als im Vorjahr. Einen regelrechten Mitgliedersprung gab es bei den Jugendfeuerwehren, hier sind 70 Mitglieder gemeldet, 59 waren es im Jahr 2011. Jugendfeuerwehrwart Gerhard Scholz meldete außerdem, dass die Zahl der Mädchen in der Jugendfeuerwehr von sechs auf neun gestiegen ist. Erstmals hätten sich feuerwehrspezifische Angebote und allgemeine Jugendarbeit in den Jugendfeuerwehr die Waage gehalten, in den Vorjahren habe in der Regel ein Schwerpunkt auf dem feuerwehrspezifischen Dienst gelegen. Bemerkenswert sei das hohe Engagement der Eltern, die die Arbeit der Betreuer beispielsweise mit Fahrdiensten unterstützten.
Wie üblich waren zur letzten Gemeindekommandositzung im Jahr zahlreiche Gäste eingeladen. Gemeindebrandmeister Rainer Schröder dankte Bürgermeisterin Elke Szepanski, Amtsleiterin Heike Kersting, Sachbearbeiterin Silke Judwerschat und dem Ratsvorsitzenden Siegfried Dose (SPD) für die gute Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung und dem Rat. Sein Dank ging außerdem an Harald Brinkmann von der Polizei in Sandkrug und den Malteser-Geschäftsführer Jürgen Lueken.
Bürgermeisterin Szepanski betonte besonders, wie wichtig die Jugendarbeit für die Nachwuchsgewinnung sei und dankte den Familien der Feuerwehrleute, die oft auf diese verzichten müssten. Wie die Bürgermeisterin wünschte auch Siegfried Dose den Feuerwehrleuten wenige Einsätze und jederzeit eine gesunde Heimkehr. Auch Jürgen Lueken und Harald Brinkmann dankten für die gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr.
