Hude - Aufregung bei einem Feuerwehreinsatz in Hude am Sonnabendabend: Um 22.24 Uhr waren die Freiwilligen Feuerwehren Hude und Neuenkoop zu einem Einsatz gerufen worden. Ein Wäschetrockner sollte in einem Holzhaus an der Königsberger Straße in Hude brennen, hatte die Großleitstelle mitgeteilt.

Doch in der Königsberger Straße brannte nichts, die angegebene Hausnummer existierte nicht, stellten die ersten Einsatzkräfte vor Ort fest.

„Nach einer Rücksprache mit der Großleitstelle in Oldenburg stand fest, dass diese die Feuerwehren zum falschen Einsatzort geschickt hatte. Der Brandort befand sich an der Königstraße/Ecke Wilhelmstraße“, so Tanja Konegen-Peters, Pressesprecherin der Huder Feuerwehr.

Wertvolle Zeit ging verloren, bis die Einsatzfahrzeuge am richtigen Ort waren. Der Huder Mannschaftstransportwagen, der noch auf dem Weg war, konnte umgeleitet werden. Die Feuerwehr Neuenkoop, die als nächste eintraf, hatte zwar Atemschutz dabei, jedoch ebenfalls wie der Mannschaftstransporter kein Wasser an Bord. Nachdem dann das erste Huder Tanklöschfahrzeug eintraf, das Wasser mit sich führte, konnte endlich mit den Löscharbeiten begonnen werden. Unter Atemschutz wurde das Feuer gelöscht und der Trockner ins Freie gebracht.

Für eine Hausbewohnerin, die Rauchgase eingeatmet hatte, sei ein Rettungswagen angefordert worden.

Wie hoch der Sachschaden sei, könne noch nicht beziffert werden, so Konegen-Peters.

Zur Brandursache vermutet die Feuerwehr einen technischen Defekt des Wäschetrockners. Das Gerät der Firma Siemens stehe nämlich auf einer Liste für Produktrückruf. Von 100 000 Geräten, die bis September 2014 verkauft worden seien, habe es bei 26 Trocknern Brände gegeben. „Am gestrigen Tag ist einer dazugekommen“, so die Feuerwehr-Sprecherin am Sonntag.