Ahlhorn - Neue Wege beschreitet das Gemeindekommando der Feuerwehren in Großenkneten. Nicht nur die Jahresberichte für alle vier Wehren und die Jugendfeuerwehr wurden nun vorgestellt, sondern auch die Anschaffungen, die im Laufe des Jahres getätigt wurden. Im Feuerwehrhaus in Ahlhorn kamen aus diesem Anlass Gemeindebrandmeister Thorsten Schnitger und dessen Stellvertreter Rainer Hasselmann, Frauke Asche vom Ordnungsamt und Bürgermeister Thorsten Schmidtke zusammen.
In Auszügen hatte Schnitger die Feuerwehrleute der Wehren Ahlhorn, Großenkneten, Huntlosen, Sage und der Jugendfeuerwehr schon in den einzelnen Jahreshauptversammlungen über den Rückblick 2016 informiert.
„Heute wollen wir den Jahresbericht aber noch einmal öffentlich machen“, betonte der Gemeindebrandmeister.
213 sind aktiv im Dienst
Demnach gehören den Ortswehren 308 Feuerwehrangehörige an. Davon sind 213 (darunter neun Frauen) aktiv im Dienst. 77 Atemschutzgeräteträger sind ausgebildet. In der Jugendfeuerwehr sind 26 Nachwuchsfeuerwehrleute gemeldet, darunter zwei Mädchen. Die Altersabteilung umfasst 69 Mitglieder.
40 593 Dienststunden leisteten die Kameraden im vergangenen Jahr ab. 25 435 Stunden waren es für die Wehren, plus 4417 Stunden in Einsätzen und 2426 in Lehrgängen.
Wie Schnitger weiter darstellte, rückten die Wehren zu 57 Bränden (47 im Vorjahr), 21 Verkehrsunfällen (12) und 64 Hilfeleistungen (59) aus.
Dazu gehörten schwere Verkehrsunfälle auf der Autobahn, aber auch Brandeinsätze in der Firma Heidemark, der Pizzeria Ahlhorn und in einem landwirtschaftlichen Unternehmen in Sage. Von der Großleitstelle erfolgte aber auch die Alarmierung zu Großbränden in Kirchhatten, bei der Firma Wiesenhof und beim Hotel Gut Altona.
Die Jugendfeuerwehr belegte in der Kreiswertung über alle Wettkämpfe Platz zwei. Jugendflamme-1-Prüfung, Orientierungsmarsch, OFV-Zeltlager und eine Übernachtung im Feuerwehrhaus Sage waren andere Höhepunkte für den Nachwuchs.
Im Ausblick auf das bereits begonnene Jahr 2017 kündigte das Gemeindekommando die Festigung des Funk-, Führungs- und Sicherheitskonzeptes insbesondere der Einbindung beider Einsatzleitwagen an. Ebenso wird es eine Gemeindeübung geben und es sollen Tablets zur Nutzung der Feuerwehr-Cloud bei Einsätzen angeschafft werden.
Der Blick bis ins Jahr 2019 zeigt die Anschaffung jeweils eines Hilfeleistungsfahrzeuges für die Ortswehren Ahlhorn und Sage, den Bau des Feuerwehrhauses in Huntlosen und den Kauf eines Löschfahrzeuges für die Wehr Huntlosen.
Aber auch im vergangenen Jahr waren Ausrüstungsgegenstände angeschafft worden. So zum Beispiel eine Bahnunfallbühne, stationiert in Sage, die das Arbeiten an Zügen im Notfall erleichtert.
Neuer Einsatzleitwagen
Weiter verfügen die Wehren nun über besonders helle LED-Strahler an einem Einsatzmast (Huntlosen), weitere Rettungsleinen, einen elektrischen Motorlüfter für die Gebäudeentlüftung (Großenkneten) und neue Einsatzkleidung. Die Kleidung soll bis 2019 komplett ausgetauscht sein, bestätigte Frauke Aschen. Daneben erhielt die Wehr Sage eine Wärmebildkamera.
Außerdem erfolgte die Übergabe des Einsatzleitwagens 1 für die Gemeindewehren, der in Ahlhorn seinen Platz hat.
Bürgermeister Schmidtke bedankte sich mit jeweils einem Fass Freibier bei den einzelnen Feuerwehren für die geleisteten Dienste.
