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Fahrzeug steht in Baustelle – Kilometerlanger Stau auf A28
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Aktualisiert vor 1 Minute.

Zwischen Neuenkruge Und Oldenburg
Fahrzeug steht in Baustelle – Kilometerlanger Stau auf A28

NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Frau sticht Schwangere nieder

10.01.2013

Oldenburg /Delmenhorst Was ihr untersagt wurde, wurde dem Bruder erlaubt. Das hatte Konsequenzen, vor allem für die schwangere Freundin des Bruders. Mit zwölf Messerstichen soll die 19-jährige Delmenhorsterin im Juli 2012 die Gleichaltrige niedergemetzelt haben, darunter tiefe Stiche in den Unterleib, Hals und Rücken.

Die werdende Mutter überlebte nach einem künstlichen Koma und etlichen Operationen, das Ungeborene starb. Das Opfer war in der neunten Woche schwanger. Seit Mittwoch muss sich die 19-Jährige wegen versuchten Mordes und eines schweren Falls des Schwangerschaftsabbruchs vor der Großen Jugendkammer des Oldenburger Landgerichtes verantworten. Sie gestand die Attacke.

Das Opfer war auch ihre Freundin, seit der sechsten Klasse. „Schließ’ deine Augen, ich habe ein Geschenk für dich“, soll sie am Tattag im Hausflur zu der Schwangeren gesagt haben. Dann stach sie zu. Die Angeklagte gehört einer yezidischen Glaubensgemeinschaft an. Sie selbst durfte mit ihrem Freund nicht zusammenbleiben. Der war zwar auch Yezide, soll aber nicht der gleichen Kaste angehört haben.

Der Bruder aber war mit einer Nicht-Yezidin zusammen. Das soll nach anfänglichen Bedenken von den Familien toleriert worden sein. Und dann wurde die Freundin schwanger. „Ich wollte nicht töten und wusste nichts von der Schwangerschaft“, sagte die ganz in schwarz gekleidete Angeklagte an Mittwoch.

Das klang wenig glaubhaft, sollen ihr doch auch Ultraschallfotos gezeigt worden sein. Bestreitet die 19-Jährige auch eine Tötungsabsicht, listet die Anklage Hass, Wut, Eifersucht und niedrige Beweggründe als Mordmerkmale auf. „Warum hast du das gemacht“, fragte das Opfer die Angeklagte. Und die antwortete: „Ich weiß es nicht.“ Sie wolle sich entschuldigen. Doch das ist der jungen Frau, die am Rande des Todes war und ihr Kind verloren hat, zu wenig. „Wir erwarten eine Erklärung und eine harte Bestrafung“, sagte Dr. Corina Seiter, Anwältin des Opfers. Der Prozess wird an diesem Donnerstag fortgesetzt.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/oldenburg 
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