FRIESOYTHE - „Auf den ersten Blick sieht das alles unheimlich kompliziert aus, aber das ist es eigentlich gar nicht“, meint Matthias Schmidt, Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Friesoythe. Beim ersten Punkt mag man ihm Recht geben. Wer als Laie hinter die silberne Schiebetür an der Rückseite des neuen Feuerwehreinsatzwagens blickt, versteht erst einmal nichts. Rädchen, Drehhähne und Knöpfe zeigen, dass hier etwas Wichtiges zu bedienen ist: Die Pumpe des Löschfahrzeugs. Die Männer und Frauen der Feuerwehr wissen natürlich, wie die Pumpe zu beidienen ist: „Als wir das Fahrzeug abgeholt haben, gab es vom Hersteller eine Einweisung“, versichert Schmidt. Außerdem werden die Löschmeister auch in das Geheimnis der Pumpenbedienung eingeweiht. An diese werden dann entweder die Schläuche angeschlossen oder das Wasser wird von hier aus durch einen, auf dem Dach montierten Wasser- oder Schaumwerfer, geleitet.

Doch neben der Pumpe, die übrigens bis zu 2700 Liter Wasser in der Minute durch die Schläuche drücken kann, gibt es noch andere Sachen hinter der Tür versteckt. Rechts hängt ein gelbes Schaltgerät mit verschiedenen Knöpfen „Das ist das Lichtmaststeuerungsgerät“, erklärt der Gerätewart Johannes Tellmann. Damit kann der mobile Lichtmast vom Fahrzeug aus gesteuert werden. So kann das Licht immer so ausgerichtet werden, dass die Feuerwehrleute vor Ort auch den Durchblick haben. Auch für eine dauerhafte Verbindung zu den Feuerwehrleuten ist gesorgt. Hinter der Tür befinden sich zwei Funkgeräte. Eines davon sieht aus wie ein Telefon. Damit kann eine Verbindung zum Funkgerät im vorderen Teil des Wagens hergestellt werden.

So viel Leistungsstärke, die sich hinter dieser Tür verbirgt muss natürlich nicht in jedem Fall eingesetzt werden. Großmutters Katze wird mit dem Fahrzeug nicht vom Baum gerettet. „Für solche Einsätze haben wir dann die Einsatzfahrzeuge mit Drehleiter“, erklärt Ortsbrandmeister Schmidt. Dafür war das noch junge Einsatzfahrzeug, das erst seit Ende März dieses Jahres zur Flotte gehört, schon an 70 Einsätzen beteiligt. „Bei den Bränden am c-Port war dieses Feuerwehrauto an vorderster Front mit dabei“, erzählt Schmidt.