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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Fünffache Mutter im Schlaf erstochen

18.05.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-05-25T17:25:42Z 280 158

Bluttat In Wardenburg:
Fünffache Mutter im Schlaf erstochen

Wardenburg Mitten in der idyllischen Straße Schulweg im Herzen von Wardenburg (Kreis Oldenburg) wurde gegen vier Uhr in der Nacht zu Mittwoch eine 37-jährige Frau in einem Einfamilienhaus getötet. Dringend tatverdächtig ist nach Angaben der Polizei der Ehemann des Opfers.

Nachdem die Polizei ursprünglich davon gesprochen hatte, der Gewalttat sei ein Streit vorausgegangen, haben weitere Ermittlungen ergeben, dass der mutmaßliche Täter auf seine schlafende Frau eingestochen haben soll. Dabei ist sie so schwer verletzt worden, dass sie ihren Verletzungen noch an Ort und Stelle erlag.

Leiche wird obduziert

Der Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen. Die Ermittlungen der Polizei und der Staatsanwaltschaft Oldenburg dauern an. Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen einen Haftbefehl wegen dringenden Tatverdachts des heimtückischen Mordes beantragt.

Zudem sollte der Leichnam der Verstorbenen noch am Mittwoch obduziert werden. Zu den weiteren Hintergründen der Tat wollte die Polizei derzeit noch keine weiteren Angaben machen.

Die Großfamilie aus dem Irak mit fünf Kindern im Alter von vier bis 15 Jahren ist nach Angaben von Anwohnern des Schulwegs erst kürzlich in das Einfamilienhaus eingezogen. Die Kinder befanden sich zum Zeitpunkt der Tat im Haus, sind zunächst psychologisch betreut worden und nun übergangsweise bei Verwandten untergebracht.

Die Nachbarn sind fassungslos. „Sie hatten doch gerade angefangen, sich das Haus schön zu machen“, sagt eine Anwohnerin bestürzt. Sie hatte geschlafen, bis gegen vier Uhr am frühen Mittwochmorgen Polizei und Feuerwehr zum Tatort kamen.

Auch andere direkte Nachbarn haben von der Tat nichts mitbekommen: „Wir schlafen zur anderen Seite – das ist an uns vorübergegangen.“

Anliegern zufolge soll eine weitere Nachbarin Schreie gehört und die Polizei gerufen haben.

Kinder werden betreut

Die Familie hatte, so scheint es, wenig Kontakt zu den direkten Nachbarn. Nur eine ältere Dame, so war zu hören, kümmere sich gelegentlich um die Kinder und unterstütze die Familie beispielsweise bei Arztbesuchen.

Was sich dort in der Nacht abgespielt hat, ist derzeit noch unklar. Die Kinder des Ehepaars wurden unmittelbar nach Eintreffen der Hilfskräfte durch den Rettungsdienst und einen Notarzt psychologisch betreut.