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Feuerwehr Für Fahrzeuge kein gutes Jahr

Wangerooge - Zufriedener als im vergangenen Jahr konnte Wangerooges Gemeindebrandmeister Torsten Stumpf bei der Jahreshauptversammlung auf den Personalbestand blicken: Zurzeit sind 45 Kräfte in der Einsatzabteilung. 2014 waren es nur 37.

Dennoch: Vier der Aktiven absolvieren derzeit eine Ausbildung am Festland, fünf kommen aus verschiedenen Gründen gar nicht oder nur selten zum Dienst. „Wir müssen deshalb weiter versuchen, diese Kameraden zu reaktivieren beziehungsweise weitere Kameraden für uns zu gewinnen“, sagte Stumpf.

In seinem Jahresrückblick erinnerte Torsten Stumpf an die Fertigstellung des neuen Feuerwehrhauses. Nachdem die Wehr Ende 2013 schon in das neue Gebäude eingezogen war, stand 2015 noch weitere Ein- und Herrichtung an – zum Beispiel die Modellierung der Düne hinter dem Feuerwehrhaus und die Herrichtung der Grünflächen.

Nachdem die Feuerwehr fast eineinhalb Jahre auf die Baugenehmigung gewartet hatte, wurde im November 2015 auch endlich der Dachstuhl auf den Container der Jugendfeuerwehr und auf einen Lagercontainer aufgesetzt. Stumpf dankte dafür allen Helfern, darunter den Firmen von Thomas Kleimann und die seines Bruders Holger Stumpf, die kostenlos mitgearbeitet hatten.

Keine Sonderregelung

Dennoch stehen auch 2016 noch weitere Arbeiten an: So müssen die Kleiderkammer und das Archiv weiter eingerichtet werden und die Container mit Kunststoffplatten verkleidet werden.

Mit Blick auf die Fahrzeuge war 2015 für die Inselwehr kein gutes Jahr, sagte Stumpf: „Alle vier Fahrzeuge mussten zu Reparaturen ans Festland, das Tanklöschfahrzeug sogar dreimal. Die Kosten dafür sind erheblich – rund 24 000 Euro.“ Ein weitere schlechte Nachricht: Die Sonderregelung, nach der die Maschinisten der Wehr ihre Ausbildungen und Führerscheine auf der Insel erlangen können, wurde abgelehnt.

Wie der Gemeindebrandmeister weiter berichtete, ist die Inselwehr 2015 sechsmal wegen Brandmeldung ausgerückt (2014: 10). Viermal handelte es sich um Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen. Die Einsatzkräfte absolvierten zwei Alarmübungen im Westturm und im Café Neudeich. Hinzu kamen 54 Hilfeleistungen (2014: 32), davon drei Absperrungen für Bombensprengungen, drei Tragehilfen für den Rettungsdienst und zehn Hilfeleistungen wegen Sturms. Zudem musste eine tote Person geborgen werden. Sowohl in Einsatz- als auch Dienststunden waren die Einsatzkräfte der Inselwehr im vergangen Jahr 2907 Stunden aktiv (2014: 2172).

Bürgermeister Dirk Lindner betonte noch einmal die gute Arbeit der Jugendfeuerwehr. „Ihr seid mehr als der Name hergibt. In der Jugendfeuerwehr ist nicht nur die Schmiede für die Großen, sondern auch die gemeindliche Jugendarbeit.“ Auch Lindner bedauerte, dass die Führerscheinregelung für die Insel nicht möglich sei. „Aber wir werden trotzdem noch einmal versuchen, eine Lösung zu finden.“

Lob für Leitung

Kreisbandmeister Gerd Zunken zog eine sehr positive Bilanz des ersten Amtsjahrs der Gemeindebrandmeister: . „In der Politik wird schon nach 100 Tagen ein Resümee gezogen, hier machen wir es nach einem Jahr: Und dieser Rückblick fällt für Gemeindebrandmeister Torsten Stumpf und Stellvertreter Justus Janßen sehr gut aus.“ So sei die Inselwehr kurz davor gewesen, eine Pflichtfeuerwehr auszurufen, „aber ihr habt es hinbekommen, einen Zuwachs zu bekommen.“ Außerdem berichtete Zunken, dass für dieses Jahr eine Ölübung auf dem Meer geplant sei.

Bundestagsabgeordnete Karin Evers-Meyer (SPD) berichtete, dass die Feuerwehr in der Hitliste der angesehensten Berufe ganz oben stehe. „Vieles wäre ohne Sie und Ihre ordnenden Hände nicht möglich.“ Auch Staatssekretärin Almut Kottwitz und Landrat Sven Ambrosy gingen auf die besondere Situation der Insel-Wehr ein. Beide dankten den Aktiven für ihre gute Arbeit im vergangenen Jahr.

Antje Brüggerhoff
Antje Brüggerhoff Lokalredaktion, Jeversches Wochenblatt
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