Cloppenburg - Der Fund einer Männerleiche im ersten Stock der verlassenen Gebäudes einer alten Rastanlage an der B 213 bei Cloppenburg wirft viele Fragen auf. Nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung lag der Tote, ein seit Dezember 2014 vermisster 32-Jähriger aus Cloppenburg, wochenlang in dem Haus. Am Sonnabend, 14. März, hat Frank Soika, Sprecher der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta die Veröffentlichung weitgehend bestätigt.
Anonymer Hinweise
Die Obduktion in der Gerichtsmedizin Oldenburg am Freitag, 13. März, hatte, so heißt es in einer Polizeimitteilung, keine Hinweise auf Fremdverschulden ergeben, das zum Tod des Mannes geführt hat. Damit sei „das Todesermittlungsverfahren abgeschlossen“.
Zum Hintergrund: Auf eine Vermisstenmeldung den 32-Jährigen betreffend hin hat die Polizei nach eigenen Angaben den Mann in Cloppenburg, unter anderem auch im Bereich der früheren Raststätte Cloppenburger Land, gesucht. Hinweise auf eine Gefahr für Leib und Leben habe es damals nicht gegeben.
Am Abend des 9. Januar, so die Mitteilung der Polizei weiter, habe ein anonymer Anrufer aus einer Telefonzelle in Cloppenburg über Notruf bei der Leitstelle der Oldenburger Polizei die Entdeckung einer Leiche bei der Ex-Raststätte gemeldet. Daraufhin habe eine Streife das Gelände, dort befindet sich auch eine weitläufige Bauruine, überprüft. In dem Raststättengebäude sei nicht gesucht worden. Fenster und Türen seien verschlossen gewesen. „Nichts habe auf ein gewalttätiges Eindringen“ hingedeutet.
Darüber hinaus hätten Polizisten nach Rücksprache mit den Eltern des Vermissten und in Begleitung des Gebäudeeigentümers das Areal nochmals aufgesucht. Im Keller und im Erdgeschoss sei die Suche ergebnislos geblieben. Der erste Stock wurde nicht betreten. Eine verschlossene Stahltür habe das verhindert. Zudem habe der Eigentümer erklärt, es gebe keinen anderen Zugang.
Am Mittwoch, 11. März, meldete eine Bremer „Bild“-Mitarbeiterin einen Leichenfund in dem Ex-Raststättengebäude bei der Polizei Cloppenburg. Sie habe erklärt, nach einem anonymen Hinweis mit einer Kollegin im ersten Stock fündig geworden zu sein.
Weitere Ermittlungen
Die Beamten gehen davon aus, dass Unbekannte das Gebäude durch ein aufgebrochenes Kellerfenster betreten habe. Vor Ort seien sie durch einen Wäscheschacht in den ersten Stock gelangt, wo der Tote lag. Zudem heißt es in der Mitteilung, dass nun „weitergehende Ermittlungen“ ergeben müssten, wie und wann die Stahltür geöffnet wurde.
