Ganderkesee - Der Gut ein halbes Jahr nach dem Fall „Betty“ erschüttert wieder ein geschundener Hund aus der Gemeinde Ganderkesee die Tierfreunde in der Region: Diesmal handelt es sich um einen Welpen mit zahlreichen blutigen Verletzungen – und diesmal hat das Tier die Torturen nicht überlebt.

Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, wurde der Kadaver des jungen Hundes in der Nacht zu Freitag gegen 0 Uhr am Schlutterweg entdeckt. Er lag kurz vor dem Kreisel in Schlutter auf der Berme. Der leblose Körper wies nach Polizeiangaben zahlreiche blutige Verletzungen im Bereich des Kopfes und des Bauches auf. Die Wunden deuten aus Sicht der Ermittler auf ein Kupieren des Hundes, also auf eine gewaltsame Entfernung von Schwanzwirbeln, hin – dies ist in Deutschland verboten.

Bei dem gefundenen Kadaver handelt es sich um einen grau-braunen Welpen mit weißem Fell im Bauchbereich. Die Rasse sei nicht näher bekannt, heißt es, möglicherweise handele es sich um einen jungen Pitbull. Wer Hinweise zu dem Besitzer des Hundes geben kann oder in jüngster Zeit etwas von einem Welpenwurf erfahren hat, wird gebeten, sich bei der Polizei in Ganderkesee, Telefon   04222/94 46 115, zu melden.

Anfang September hatte in Ganderkesee und Delmenhorst der Fall des Kampfhundes „Betty“ für Schlagzeilen gesorgt. Die Hundedame war schwer verletzt in einer Delmenhorster Tierarztpraxis abgegeben worden – von seinen Besitzern, wie sich später herausstellte. Diese behaupteten, sie hätten den Hund nördlich von Bookholzberg an der Bundesstraße gefunden. „Betty“ ist mittlerweile in neuen Händen und wieder wohlauf.

Personen, die Hinweise zu dem Besitzer des Hundes oder Kenntnis über einen Welpenwurf geben können, werden gebeten, ihre Hinweise unter Tel. (04222) 9446-115 der Polizeistation Ganderkesee mitzuteilen.

Hergen Schelling
Hergen Schelling Redaktion für den Landkreis Oldenburg (Leitung)