Ganderkesee - Die anhaltende Hitze und Trockenheit belasten Gewässer und Wälder in der Gemeinde Ganderkesee gleichermaßen. Der ausbleibende Regen wirkt sich zusätzlich auf die dort beheimateten Tiere aus.
Wie Heiko Stubbemann, Vorsteher des Ochtumverbands, auf Nachfrage berichtete, wurde bereits das Sieltor in Hasbergen geöffnet, damit durch die Tiden kühles Wasser in den Randgraben fließen kann. „Wir brauchen Frischwasser, damit die Fische nicht sterben. Ansonsten wird das Wasser zu warm und hat einen zu geringen Sauerstoffgehalt“, erklärte er. Der Wasserstand der hiesigen Gewässer sei bereits um drei bis vier Zentimeter gesunken, so wie auch schon im vergangenen Jahr. „Das ist etwas, auf das wir uns wahrscheinlich dauerhaft einstellen müssen“, sagte Stubbemann.
Das Austrocknen der Bäche ist auch für Rainer Städing relevant: „Für uns ist das ein Zeichen, dass der ganze Wald zu wenig Wasser bekommt“, sagte der regionale Pressesprecher der Niedersächsischen Landesforsten. Die starke Hitze und der Wassermangel besorgen ihn, jedoch wolle er die Lage nicht dramatisieren. Im Hasbruch sei es nicht so, dass ganze Baumarten vom Aussterben bedroht seien. „Gott sei Dank nicht“, wie er sagte, „aber man muss Buchen und die Waldränder intensiv betrachten.“
Letztere seien durch Wind und Sonne stärkerer Belastung ausgesetzt und müssten mit Transpiration für den Ausgleich sorgen. Ebenso würden Birken sehr empfindlich auf Wassermangel reagieren, könnten das aber besser kompensieren als Buchen oder Eichen. Zusätzlich begünstige die Trockenheit die Verbreitung von Schädlingen – speziell sind das auch im Hasbruch Frostspanner und Eichenwickler.
