Garrel - „Sebastian“ und „Xavier“ haben der Freiwilligen Feuerwehr Garrel zu einem Rekord verholfen, auf den die Feuerwehrkameraden auch gern verzichtet hätten: Die Namen stehen für zwei Sturmtiefs, die im Herbst 2017 über Norddeutschland hinwegfegten und viele entwurzelte Bäume und abgebrochene Äste zurückließen. 91 Einsätze verzeichnete die Feuerwehr Garrel nach den Sturmtiefs. Im ganzen Jahr waren es 178 Alarmierungen. In seiner Begrüßung zur Generalversammlung lobte Gemeindebrandmeister Peter Deeben jüngst die Einsatzbereitschaft der Kameraden: Rechne man alle Einsätze, die Dienststunden und die Teilnahme an den Lehrgängen zusammen, komme man auf 150 Stunden. „Durchschnittlich hat jeder Kamerad einen Monat seiner Zeit für den Dienst an den Bewohnern der Gemeinde eingesetzt“, sagte Deeben.

Schriftführer Florian Böckmann nannte in seinem Jahresbericht die Art der Einsätze: 57 Mal wurde der Alarm wegen eines Brandes ausgelöst. Davon entfielen 35 auf Brandmeldeanlagen, die zwar ein Ausrücken, aber nicht immer einen Einsatz nach sich zogen. 112 Mal war eine technische Hilfeleistung nötig, viermal wurde nach Unfällen geholfen. Fünf Übungen gab es in 2017.

Beförderungen

Garrels Bürgermeister Andreas Bartels und Fachbereichsleiter Wilfried Schewe beförderten 19 Kameraden: Eugen Boger, Christoph Dellwisch, Stefan Felker, Julius Janßen, Lukas Kock, Jan Lanfermann, Henrik Schumacher, Jan Suter und Bernhard Witthake wurden Feuerwehrmänner, Bernd Gieseke, Maximilian Haase und Niklas Wiese (Oberfeuerwehrmänner), Sebastian Tebben (Hauptfeuerwehrmann), Walter Jarsetz, Andre Nienaber und Ralf Looschen (1. Hauptfeuerwehrmann). Henrik Rauer wurde zum Löschmeister befördert, Rainer Kock zum 1. Hauptfeuerwehrmann und Peter Deeben, der das Amt des Gemeindebrandmeisters inne hat, zum Hauptbrandmeister.

Die aktive Feuerwehr hat jetzt 69 Mitglieder. Dank einer guten Arbeit in der Jugendfeuerwehr kennt Garrels Feuerwehr kein Nachwuchsproblem. Im vergangenen Jahr wurden sechs Jugendfeuerwehrleute in die aktive Wehr übernommen. Dennoch hat die Jugendfeuerwehr 20 Mitglieder, berichtete Jugendwart Hendrik Rauer.

Zum Schluss der Versammlung gab es für drei Kameraden ein Abschiedsgeschenk. Arno Rauer scheidet als stellvertretender Gemeindebrandmeister aus, er wird zum 1. Mai Kreisbrandmeister. Auf eigenen Wunsch verzichtet Reiner Fitze auf die Aufgabe als Zugführer. Ein Geschenk gab es auch für den amtierenden Kreisbrandmeister Heinrich Oltmanns, dessen Amtszeit Ende April ausläuft. Oltmanns gab einen Überblick über aktuelle Gespräche mit der Landesregierung und mögliche gesetzliche Veränderungen.

Gemeindebrandmeister Peter Deeben lobte den Zusammenhalt in der Feuerwehr. Gesellige Veranstaltungen seien gut besucht. Auf dem Schützenfest in Garrel erreichte man eine große Aufmerksamkeit: Andreas Looschen wurde König.