Garrel - Informationen zur Ersten Hilfe und über Notfallmaßnahmen erklärte Ingo Wessel von der Ortsgruppe des DRK Garrel der Gruppe Mann ü 60. Dabei beließ er es nicht nur bei den Hilfsmaßnahmen, er erklärte auch Symptome, Folgen und Ursachen von Stürzen, Herzinfarkte und auch von Schlaganfälle. In einem zweiten Teil stellte er konkrete Hilfsmaßnahmen vor, die auch von den Männern der Runde geübt wurden.
Ein Drittel aller Menschen über 65 seien einmal im Jahr von einem Sturz betroffen. Darum sei es sehr wichtig, Stolperfallen, wie zum Beispiel dicke Teppiche, zu entfernen und Hilfsmittel wie einen Handstock und einen Rollator zu nutzen.
50.000 Menschen sterben pro Jahr am Herzinfarkt. Wenn nach drei bis fünf Minuten nicht wirksam geholfen würde, blieben Folgeschäden, sagte Ingo Wessel. Eine Befragung habe ergeben, dass nur etwa 40 Prozent helfen könnten und würden. „Prüfen, rufen, drücken“ sei nötig, wenn ein Mensch einen Herzinfarkt erleide. Die Atmung prüfen, ansprechen und um Hilfe rufen, und mit der Herzmassage anfangen, seien gebotene Maßnahmen. „Man kann nichts falsch machen“, weiß der Rettungsassistent. Die Männer übten an einer Puppe die Herzmassage und die Beatmung. Geübt wurde auch die stabile Seitenlage.
Bei einem Schlaganfall gelte das Prinzip „FAST“. Die Buchstaben stehen für Face (Gesicht), Arme, Sprache und Time (Zeit). Ein Schlaganfall habe Auswirkungen im Gesicht, bei der Beweglichkeit der Arme und Einschränkungen der Sprache. Hilfe und fachgerechte Behandlung im Krankenhaus müsse möglichst schnell erfolgen, man dürfe keine Zeit verlieren.
Die Männer ü 60 wurden informiert über verschiedene Notrufe und über den Einsatz eines Defibrillators. Als wichtige Vorsorge wurde auch die Notfallmappe vorgestellt, in der alle wichtigen Unterlagen, die Sanitäter und Ärzte benötigen, abgeheftet werden können.
Die Männer lobten die interessanten, wichtigen Ausführungen von Ingo Wessel, die genau auf die Altersgruppe zugeschnitten waren. Da die Teilnehmerzahl auf 15 begrenzt war, wird in der Gruppe Mann ü 60 beim nächsten Treffen ein Bedarf erfragt und eventuell ein zusätzlicher Termin vereinbart.
