Garrel/Stuhr/Halen - Das Badeverbot aufgrund von Blaualgen in der Thülsfelder Talsperre ist für die Wachcrew der DLRG-Ortsgruppe Garrel kein Grund, sich auf die faule Haut zu legen. Die Garreler nutzten die Gelegenheit, die befreundeten Ortsgruppen in ihren Wachrevieren zu unterstützen. Eine Woche besetzten die Ehrenamtlichen mit rund 13 Wachgängern die Station der Ortsgruppe Emstek am Halener Badesee. In den vergangenen zwei Wochen unterstützten bis zu zehn Wachgänger die Ortsgruppe Stuhr am Silbersee. Am vergangenen Wochenende standen neben dem täglichen Wachbetrieb auch zwei Triathlons auf dem Plan.
Mit den beiden verantwortlichen Wachführern Simon Sander und David Ferneding, vielen Sanitätern unter den Rettungsschwimmern und Wasserrettern sowie zum Teil einem Bootsführer konnte sich die ehrenamtliche Wachcrew auf den Gaststationen sehen lassen. Doch nicht nur auf dem Papier, sondern gerade auch in der Praxis unter den sehr unterschiedlichen Bedingungen an den verschiedenen Gewässern, zeigte sich der starke Fokus auf Ausbildung und Einsatzübungen in den vergangenen Jahren als sehr erfolgreich.
Die Ausbilder nutzten dann natürlich auch die Gelegenheit, praxisnah unter verschiedenen Bedingungen auszubilden. Ein Dutzend motivierter Jugendlicher absolvierte die Basisausbildung Einsatzdienste, gleich fünf Rettungsschwimmer nahmen an der Fachausbildung Wasserrettungsdienst teil.
Besondere Bedeutung kam dem Einsatz auch aufgrund der am Freitag vom Bundesverband der DLRG veröffentlichten Zahlen zu den Ertrinkungsfällen in den ersten sieben Monaten des Jahres zu. Die meisten Erkrankungsfälle ereignen sich an ungesicherten Badestellen im Binnenland.
