Frage:
Herr Dr. Brand, die Pflanzenwelt blüht, wächst und gedeiht – nur Schädlinge und Krankheiten stören im Garten. Mit ein bisschen Chemie ist da doch schnell wieder Ordnung?Brand:
Das kommt ganz darauf an, was es für Erreger sind und welche Schadbilder vorliegen. Chemie sollte erst als letztes Mittel eingesetzt werden.Frage: Womit haben die Hobbygärtner zurzeit die meisten Probleme?Brand:
Seit etwa zwei Wochen gibt es besondere Probleme mit Thuja-Hecken, die wahrscheinlich nicht auf einen Schaderreger zurückzuführen sind. Offensichtlich ist die lang anhaltende Trockenheit ein Faktor für Schäden, wie Vertrocknen von Triebspitzen und älterer Pflanzenteile. Auch Fichten, Tannen und Eiben verlieren ihre älteren Nadeljahrgänge. Die Pflanzen sehen zwar krank aus, er ist aber nur ein extremes so genanntes „Putzen“, ein ganz normaler Vorgang bei Nadelgehölzen. Schließlich ist auch Blattlaus-Zeit, ebenfalls von Mitte Mai bis Mitte Juni normal. Besonders an Rosen und Buchenhecken sind die Läuse zu finden.Frage:
Was empfehlen Sie?Brand:
Wenn genügend Nützlinge im Garten sind, so wie die Marienkäfer in diesem Jahr, verschwinden die Läuse bald von selbst. Hilfreich ist auch ein Abspritzen der Pflanzen mit einem harten Wasserstrahl. Schließlich hat sich auch der Einsatz einer nützlingsschonenden Kaliseife bewährt. Infos der Landwirtschaftskammer für Hobbygärtner dienstags und donnerstags von 10 bis 12 Uhr unter04 41 / 80 17
thema: Schädlingsbekämpfung im Garten
Dr. Thomas Brand, Fachreferent für
Pflanzenschutz, Landwirtschaftskammer
