Gehlenberg - Der Schock auch bei den Helfern saß tief: Am Morgen des Pfingstmontags sind zwei 19 und 21 Jahre alten Schwestern aus Neuscharrel bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Loruper Straße in Gehlenberg lebensgefährlich verletzt worden.
Die 21-Jährige befuhr die Loruper Straße aus Richtung Gehlenberg kommend in Richtung Lorup. Vermutlich infolge Unachtsamkeit, so die Polizei am Montagabend, geriet sie auf gerader Strecke zunächst nach rechts von der Fahrbahn, streifte einen Leitpfosten und lenkte stark gegen. Dadurch geriet der Pkw ins Schleudern, driftete nach links über die Gegenfahrbahn und prallte mit der Beifahrerseite gegen einen Straßenbaum. Die 21-Jährige und ihre Beifahrerin, die 19-jährige Schwester der Fahrerin, wurden schwer in dem Wrack eingeklemmt.
Eine Anwohnerin hatte einen Knall gehört und war zur Unfallstelle geeilt, berichtete ein Polizeisprecher. Sie hatte daraufhin auch den Notruf betätigt.
Die Freiwillige Feuerwehr Gehlenberg rückte aus und alarmierte auch gleich die Feuerwehr Markhausen mit. Nachgeordert wurden Einsatzkräfte der Feuerwehr Friesoythe – letztlich waren rund 70 Feuerwehrleute im Einsatz an der Loruper Straße.
Sie konnten zunächst die 21-jährige Fahrerin aus dem Wrack befreien. Deutlich schwerer eingeklemmt war die 19-Jährige, berichtete Stefan Bruns, Ortsbrandmeister in Gehlenberg. Rund eineinhalb Stunden war sie letztlich in dem völlig deformierten Fahrzeug eingeklemmt, bis die Einsatzkräfte sie befreien und dem Rettungsdienst übergeben konnten. Ein Einsatz, der auch an den Feuerwehrleuten nicht spurlos vorüberging. Etwas Ähnliches hätten sie noch nicht zu leisten gehabt, sagte Ortsbrandmeister Bruns.
Neben zahlreichen Notärzten waren zwei Rettungswagen sowie zwei Rettungshubschrauber im Einsatz. Die beiden lebensgefährlich verletzten jungen Frauen wurden per Rettungshubschrauber in Kliniken geflogen.
Im Einsatz waren auch drei Mitarbeiter der Psychosozialen Notfallversorgung des Deutschen Roten Kreuzes. Sie versorgten die Angehörigen, die an die Unfallstelle gekommen waren, sowie die Feuerwehrleute.
