Sande - Seit einigen Tagen fliegt ein neuer „Christoph 26“ übers Jeverland: Die ADAC-Luftrettung hat den bisher in Sanderbusch stationierten Rettungshubschrauber Eurocopter BK 117 durch einen größeren EC 145 T2 von Airbus ersetzt.
Der Hubschrauber mit der auffälligen Stupsnase ist wie bisher mit einer Seilwinde für Rettungseinsätze auf See ausgerüstet. Da auf dem „Christoph 26“ deshalb eine Person mehr mitfliegt, habe man sich für einen insgesamt größeren Typen entschieden als sonst im Einsatz, sagte Nils Linge von der Luftrettung. Dafür wird auch ein neuer Hangar in Sanderbusch gebaut.
Seit 1979 starten Rettungshubschrauber von Sanderbusch aus und wurden seitdem zu mehr als 40 000 Einsätzen gerufen. Bis 1983, als die ADAC Luftrettung die Station übernahm, allerdings noch unter dem Namen „Christopher Friesland“.
Der Hubschrauber hat einen Einsatzradius von gut 70 Kilometern und versorgt auch die Inseln. Sanderbusch ist eine von vier 24-Stunden-Stationen der ADAC Luftrettung in Deutschland. Insgesamt betreibt der ADAC 36 Stationen mit 51 Helikoptern.
Der jeue Rettungshubschrauber ist seit Anfang dieser Woche in Sanderbusch stationiert und hat bereits seine ersten Rettungsflüge hinter sich. Eine offizielle Übergabe des Fluggeräts ist laut ADAC Luftrettung im Frühjahr vorgesehen.
Etwa neun Millionen Euro hat der neue „Christoph 26“ gekostet. Sanderbusch gehört zu den ersten Stationen der ADAC Luftrettung, die mit dem neuen Hubschrauber-Typ ausgerüstet werden. Der neue Helikopter hat leistungsstärkere und zugleich leisere Triebwerke. Außerdem bietet der ummantelte Heckrotor erhöhte Sicherheit für Passagiere und Einsatzkräfte am Boden und in der Luft – gerade bei nächtlichen Rettungseinsätzen.
Der bisherige Hubschrauber befindet sich noch im alten Hangar in Sanderbusch, hat aber bereits einen Käufer und ein neues Einsatzgebiet: Der alte „Christoph 26“ wird mit anderem Namen und anderer Lackierung auf Neuseeland eingesetzt.
