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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Oldenburger Klinik entschädigt Opferfamilien

12.12.2014

Oldenburg /Delmenhorst Das Klinikum Oldenburg will die Angehörigen der mutmaßlich von Ex-Krankenpfleger Niels H. getöteten zwölf Patienten so schnell wie möglich finanziell entschädigen. Der Geschäftsführer des Klinikums, Dirk Tenzer, kündigte im NWZ-Gespräch an, dass das Geld bereits im kommenden Jahr fließen soll. „Da gibt es keinen Grund für Verzögerungen“, sagte Tenzer. Die Gespräche mit den Angehörigen könnten bereits im Januar beginnen. Die Zahlungen sollen auch unabhängig von den laufenden Ermittlungen der Polizei erfolgen.

Herzmedikament wurde umgelistet

Das Medikament Gilurytmal, mit dem Niels H. im Klinikum Delmenhorst Patienten ermordet haben soll, wurde aus der gemeinsamen Apotheke im Klinikum Oldenburg geliefert.

Nach Angaben von Geschäftsführer Dirk Tenzer wurde das Herzmedikament in einer Sitzung der gemeinsamen Arzneimittelkommission am 13. April 2004 von Sonderbedarf zu Standard umgelistet – wegen der hohen Bestellzahlen.

Gesondert darauf hingewiesen habe man das Klinikum Delmenhorst nicht.

„Wir haben diese zwölf bedauernswerten Todesfälle in unserem Haus festgestellt, bei denen es nachweislich zu einem Einfluss von außen gekommen ist“, sagte Tenzer. „Wir möchten eben nicht das Ermittlungsverfahren oder langwierige Gerichtsprozesse abwarten, sondern wir wollen uns möglichst zügig mit Angehörigen über einen Weg verständigen.“

Die zwölf Patienten waren an einer Überdosis Kalium gestorben. Als Tatverdächtiger gilt Niels H., der von 1999 bis 2002 im Klinikum arbeitete. Der Ex-Krankenpfleger steht derzeit wegen dreifachen Mordes und zweifachen Mordversuchs im Klinikum Delmenhorst vor Gericht.

„Zurzeit befinden wir uns in dem Prozess, dass wir die rechtmäßigen Erben über das Amtsgericht Oldenburg ermitteln lassen. Sobald wir diese Liste haben, werden wir diese Erben anschreiben und ihnen dann anbieten, dass sie sich mit uns über eine gütliche Entschädigung unterhalten“, sagte Tenzer. Es werde keine pauschale Entschädigung geben. Die Höhe der Einzelzahlungen sei noch offen.

NWZonline-Spezial: Warum stoppte niemand Niels H.?

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