• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

GROßBRAND: Giftwolke zieht kilometerweit

26.09.2005

LEER LEER/LNI - Nach einem Großbrand auf einem Schrottplatz in Leer dauert die Suche nach der Ursache an. „Die Brandermittler werden morgen mit ihrer Arbeit beginnen“, sagte ein Polizeisprecher gestern. Das Feuer auf dem Gelände der Firma Evert Heeren am Hafen hatte am Sonnabend einen Schaden von rund 600 000 Euro angerichtet.

Verletzt wurde niemand. Es bildete sich eine riesige Giftwolke, die Feuerwehr maß erhöhte Werte von Kohlenmonoxid und Salzsäure. Der beißende Rauch war noch in etwa 100 Kilometern Entfernung bemerkbar.

Das Feuer war gegen 4.30 Uhr ausgebrochen. Ein Berg mit etwa 5000 Tonnen Autoschrott brannte lichterloh. „Damit ein solcher Schrotthaufen in Brand geraten kann, bedarf es einer riesigen Hitzeentwicklung“, sagte Polizeisprecher Hans Kley. Mehr als 150 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen. Im Laufe des Vormittags bekamen sie den Brand zwar unter Kontrolle, jedoch stieg noch Stunden später dichter Rauch aus den Glutnestern auf und zog in Richtung Nordosten.

Anwohner wurden aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten und ihre Häuser nicht zu verlassen. Erst am Mittag stand fest, dass keine Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung bestand. Die Feuerwehr ließ den Schrottberg auf dem insgesamt 117 000 Quadratmeter großen Firmengelände kontrolliert abbrennen. Erst gegen 3 Uhr am Sonntagmorgen war das Feuer gänzlich gelöscht.

Wegen des stinkenden Rauchs hatten sogar besorgte Menschen aus der Wesermarsch und dem Landkreis Cuxhaven bei der Polizei angerufen.

„Bei einigen Polizeistationen gingen bis zu 160 Anrufe ein“, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Oldenburg. In dieser Entfernung vom Brandort hätten die Messungen der Feuerwehr aber von Anfang an keine erhöhten Schadstoffwerte ergeben.

Die zum Kölner Dienstleistungs- und Rohstoffkonzern Interseroh AG gehörende Evert Heeren GmbH verarbeitet nach eigenen Angaben jährlich rund 500 000 Tonnen Schrott. Der Stahlschrott wird im Schredderverfahren in die verschiedenen Materialgruppen getrennt.

Evert Heeren beschäftige an seinen Standorten Leer und Emden insgesamt 100 Mitarbeiter, teilte das Unternehmen mit.

Der Blaulichtblog für den Nordwesten

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.