GöTTINGEN - Eine linksextreme Gruppierung hat in Göttingen Brandanschläge auf Fahrzeuge der Stadtwerke verübt. Die Polizei geht davon aus, dass die Brandstiftung zu einer Serie von Straftaten seit Oktober 2006 gehört.
Die Unbekannten zündeten in der Nacht zum Sonnabend mit mehreren Brandsätzen sechs Kleinbusse und ein Auto auf dem Betriebsgelände der Göttinger Stadtwerke an. Menschen wurden nicht verletzt. Es entstand rund 150 000 Euro Schaden. Der Göttinger Polizeipräsident Hans Wargel sagte: „Die Tat belegt erneut die erhebliche kriminelle Energie und heimtückische Gewaltbereitschaft von linksextremistischen Gruppen in Göttingen.“
Die Täter hinterließen die Parole „Nieder mit Kapitalismus, Patriarchat und Gewalt gegen Frauen, etc.!“ an einer Mauer des Betriebsgeländes.
Derweil haben vermutlich Rechtsextremisten am Sonntag in einem Nachtlokal in Göttingen auf einen Gast geschossen und Brandsätze auf die Gaststätte geworfen. Verletzt wurde dabei niemand. Die Polizei nahm fünf Männer fest, die sie als Angehörige der rechtsextremistischen Szene einstuft. Zur Aufklärung der Taten wurde eine Sonderkommmission eingerichtet.
