GORLEBEN - Zum Auftakt einer einjährigen Protestaktion haben am Sonntag mehr als 300 Menschen in strömendem Regen die Zufahrt zum Erkundungsbergwerk im niedersächsischen Gorleben blockiert. „Wir wollen andere Menschen mit unserem Handeln dazu motivieren, Verantwortung nicht zu delegieren, sondern sich eigenverantwortlich für den vollständigen Ausstieg aus der Atomenergie einzusetzen“, sagte Steffi Barisch als Sprecherin der Initiative „gorleben 365“. Ziel sei es, ein Jahr lang den Baustellenverkehr des geplanten Endlagers für hochradioaktiven atomaren Abfall zu behindern.
Die Initiatoren wollen nach eigenen Angaben Gruppen und Einzelpersonen im ganzen Land dazu motivieren, sich je einen Tag lang vor den Toren in Gorleben individuell zu engagieren. Die Polizei und die Angestellten des Bergwerks seien keine Gegner, hieß es in dem Aufruf der Initiative: „Bei polizeilichen Räumungen werden wir besonnen und ohne Gewalt handeln. Durch mögliche Demonstrationsverbote und juristische Verfolgung lassen wir uns nicht abschrecken.“
