Cloppenburg - Zu 148 Einsätzen musste die Freiwillige Feuerwehr Cloppenburg im Jahr 2012 ausrücken – „eines der einsatzreichsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen“, sagte Stadtbrandmeister Horst Lade am Sonnabendabend bei der Generalversammlung vor rund 110 Feuerwehrmitgliedern und Gästen im Hotel Taphorn. „Ein Höhe, die schon an die Grenzen dessen geht, was ehrenamtlich und uneigennützig zu leisten ist“, so Lade weiter. In 42 Fällen schlugen Brandmeldeanlagen an – mehr als im Vorjahr. Bislang gebe es noch keine Probleme, ausreichend Einsatzkräfte zu mobilisieren. Ihnen galt der besondere Dank des Stadtbrandmeisters.
Im Detail handelte es sich um 36 Brandeinsätze, 67 Hilfeleistungen mit acht Verkehrsunfällen, 45 Fehlalarme und einen Einsatz mit der Wärmebildkamera. Die Palette bei den Brandeinsätzen reichte von einem Zimmerbrand über einen Komposthaufenbrand bis hin zum Großbrand in der Mühlenstraße. Natürlich kam die Geselligkeit auch nicht zu kurz.
Auf ein spannendes Jahr mit der Inbetriebnahme der Großleitstelle, der Einführung des Digitalfunks und den Planungen für die Anschaffung eines neuen Löschgruppenfahrzeuges als Höhepunkte blickte Lade zurück.
Schriftführer Heinz Josef Meinders gab ebenfalls ausführlich Überblick. An den 50 Dienstabenden wurden 5005 Stunden geleistet. Hinzu kamen 2785 Stunden bei Hilfeleistungen und Brandwachen sowie 2719 Stunden bei den reinen Einsatzstunden – insgesamt 10 509 Stunden zum Schutz und Wohle der Bürger.
Die Freiwillige Feuerwehr hat zurzeit 82 aktive Mitglieder, 44 in der Altersabteilung und 30 Jugendfeuerwehrleute.
Jugendfeuerwehrwart Ansgar Ostendorf-Witte legte ebenfalls einen umfangreichen Jahresbericht vor. 83 Mal trafen sich die Nachwuchs-Feuerwehrleute zu Diensten. Neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung standen auch sportliche Aktivitäten auf dem Ausbildungsplan.
Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese betonte in seinen Grußworten die Bedeutung der ehrenamtlichen Tätigkeit. Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren seien die größte Gruppe von Ehrenamtlichen in Deutschland. Auch die geforderte Ersatzbeschaffung des Drehleiterwagens sprach der Bürgermeister an. „In dieser Angelegenheit ist Bewegung“, so Wiese. In der kommenden Woche werde sich eine Arbeitsgruppe unter den beteiligten Feuerwehren aus Cloppenburg, Friesoythe und Löningen mit dem Landkreis zusammensetzen.
Für Ehrenmitglied und Polizeipräsident Hans-Jürgen Thurau ist das Ehrenamt unbezahlbar. „Ich bin stolz, hier Ehrenmitglied zu sein.“
