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Verbrechen Groß Ippener: Derzeit noch keine „heiße Spur“

GROß IPPENER - Systematisch durchkämmt wurde am Dienstagvormittag noch einmal das Gebiet rund um den Fundort der stark verwesten Frauenleiche, die am Pfingstmontag im als Buchholz bezeichneten Waldstück in Groß Ippener gefunden wurde. Ausgerüstet mit Stöberstöcken, Metalldetektoren und Schaufeln bewegten sich rund 40 Beamte, darunter ein Einsatzzug der Bereitschaftspolizei Hannover, durch das unebene und dicht bewachsene Gelände. Anwesend war auch Florian Eiser von der Staatsanwaltschaft Oldenburg

Durch Implantat identifiziert

Wie bereits berichtet, handelt es sich bei der Toten um die 38-jährige, arbeitslose Nicole Stindt aus Stuhr, die seit August 2009 vermisst wurde. Die Frau war allein stehend, besaß zwei Hunde. Identifiziert wurde die Leiche anhand der Seriennummer, die sich auf einem Metallimplantat an ihrer Wirbelsäule befand. Da die Leiche 85 Zentimeter tief in der Erde vergraben lag, geht die Polizei von einem Mord aus. „Wir hoffen, noch persönliche Gegenstände von der Toten zu finden“, hatte Heiner Richmann aus Diepholz, Leiter der Mordkommission „Buchholz“, vor der Suchaktion geäußert. Doch die bislang fehlenden Gegenstände wie Handy, Schlüsselbund und Brille der Toten blieben auch nach vierstündiger Suche verschwunden.

Bilder von der Suchaktion

Im Rahmen der Suche wurden zwar einige Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs wie Feuerzeug und eine beschädigte Sonnenbrille gefunden. „Ob sie im Zusammenhang mit dem Gewaltverbrechen stehen, ist derzeit noch ungeklärt und wird geprüft“, hieß es von Polizeisprecherin Kerstin Epp von der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land am Dienstagmittag.

Opfer auf Partnersuche?

Der Zeugenaufruf am Sonnabend brachte die Polizei offenbar auch keinen entscheidenden Schritt in ihren Ermittlungen weiter: „Eine richtig heiße Spur haben wir zurzeit noch nicht“, sagte Richmann. Erschwerend sei, dass Nicole Stindt zuletzt vor einem dreiviertel Jahr gesehen wurde, da lasse das Erinnerungsvermögen eventueller Zeugen stark nach. Derzeit werde noch im persönlichen Umfeld der Ermordeten ermittelt. Interessante Hinweise erhoffe man sich aus dem Computer des Opfers, der zurzeit noch ausgewertet werde. „Erste Hinweise deuten darauf hin, dass Frau Stindt im Netz nach einem Partner gesucht habe“, verriet Richmann. Die Auswertung des Computers werde angesichts der Datenfülle aber noch einige Wochen dauern.

Unklar ist immer noch die genaue Todesursache. Die umfangreichen Untersuchungen der Gerichtsmedizin in Hamburg sind noch nicht abgeschlossen.

Marén Bettmann
Marén Bettmann Redaktion Wardenburg
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