Lindern - Dienstag, 10.50 Uhr, Alarm für die Freiwillige Feuerwehr Lindern und den Rettungsdienst: Zuvor haben zunächst zwei bis drei Kinder im Unterricht der Klassenstufe 6 in der ersten und zweiten Stunde an der Grund- und Oberschule (GOS) Lindern, Schulstraße 6, unter anderem über Juckreiz geklagt. Später waren es dann etwa zehn Schüler, die Beschwerden angaben, so der stellvertretende Schulleiter Karlaugust Wicke im NWZ -Gespräch. Zwischenzeitlich hat ein Arzt die Kinder untersucht und mehrere Rettungswagen angefordert.
Daraufhin wird die Schule evakuiert. Die Leitung der etwa 100 Einsatzkräfte übernimmt der Rettungsdienst. Vor Ort befinden sich Helfer der Bereitschaft Lindern im Deutschen Roten Kreuz (DRK) und weitere Kräfte benachbarter Bereitschaften sowie zwei Rettungswagen vom DRK-Osnabrück.
Wie die Polizei mitteilt, haben sich 28 Schüler mit Beschwerden gemeldet. Die Mädchen und Jungen im Alter von elf und zwölf Jahren klagten über allergische Reaktionen: Ausschlag, Haut- und Augenreizungen beziehungsweise -Rötungen. Nach der Erstversorgung und Betreuung der Betroffenen durch Notärzte und Sanitäter vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) in der kleinen Turnhalle der Schule werden ab 12.30 Uhr fünf Schüler zur weiteren medizinischen Betreuung mit DRK-Rettungswagen in die Krankenhäuser Papenburg, Quakenbrück, Friesoythe, Löningen und Vechta gebracht. Die Polizei verweist darauf, dass für niemanden Lebensgefahr bestand. Die Betroffenen waren am Nachmittag auf dem Weg der Besserung.
Nach Angaben der Großleitstelle in Oldenburg haben gegen Mittag ABC-Erkunder der Feuerwehr das Schulgebäude untersucht. Sie sollten feststellen, welcher Stoff im Chemieraum ausgetreten war und weitere Gefährdungen ausschließen. Erkenntnisse zur Ursache des Geschehens lagen am Dienstags nicht vor.
Linderns Bürgermeister Karsten Hage (CDU) lobte die Einsatzkräfte für ihr gutes und koordiniertes Eingreifen, gerade auch dann, als Emotionen hochkochten. Um 15 Uhr teilte er mit, dass die Schule wieder zur Nutzung freigegeben wurde.
