GROßENKNETEN - „Wer bezahlt die ganzen Autos?“, „Warum kann man denn nicht jedes Feuer mit Wasser löschen?“, „Warum heißt das B-Schlauch?“: 36 Kinder fragten am Dienstagabend den Männern der Freiwilligen Feuerwehr Großenkneten Löcher in den Bauch. Im Rahmen der Ferienpassaktionen waren die Kinder zu Besuch in dem Feuerwehrhaus, um die Arbeit der Blauröcke besser kennen zu lernen.
In drei Gruppen eingeteilt stromerten die Jungen und Mädchen unter Führung der Feuerwehrleute durch das Gebäude: Sie bekamen die Sozialräume ebenso zu sehen wie die Fahrzeughalle mit all ihrem technischen Gerät. Magisch angezogen wurden die Kinder von den Uniformen: Jeder schlüpfte einmal in eine viel zu große Einsatzjacke und setzte sich einen Helm auf, in dem mindestens der halbe Kopf verschwand. „Mann, sind die Klamotten schwer“, fand deshalb der zehnjährige Darian.
Auch die Löschfahrzeuge durfte die Truppe unter die Lupe nehmen: Die Kinder nahmen im Fahrerhaus Platz und rollten Schläuche ab. Andreas Oltmann von der Feuerwehr erklärte, warum die Fahrzeuge mit verschiedenen Strahlrohren ausgestattet sind. Der neunjährige Kevin erfuhr in der Zwischenzeit von Alexander Eggers, dass brennendes Öl oder Benzin mit Schaum abgedeckt und so gelöscht werden.
Der große Höhepunkt des Programms sollte sich aber erst nach einigen Wasserspielen anschließen – die Fahrt mit dem Feuerwehrauto. Eine ruhige Ecke wurde angesteuert. Und dann durften die Kinder endlich machen, worauf sie lange gewartet hatten: Blaulicht und Martinshorn einschalten – fast wie bei einem richtigen Einsatz.
Die Freiwilligen Feuerwehren in der Gemeinde Großenkneten beteiligen sich jedes Jahr am Ferienpassprogramm und laden abwechselnd die Kinder zu sich ein.
