Wahnbek - Die Geestrandstraße in Wahnbek wurde am Donnerstag zur „Güllestraße“. Am Vormittag hatte ein Gülletransporter aus Garrel (Kreis Cloppenburg) aufgrund eines technischen Defekts auf einer Länge von 800 Metern auf der Fahrbahn ein Geflügelexkrementkonzentrat verteilt. Das teilte die Polizei in Rastede auf Anfrage mit.
Der 46-jährige Fahrer aus Großenkneten (Kreis Oldenburg) war zunächst auf der Bundesstraße 211 unterwegs gewesen. Als er ein Zischen bemerkte, bog er nach Angaben der Polizei erst auf die Butjadinger Straße und danach auf die Wiemkenstraße ab. Beim Abbiegen auf die Geestrandstraße sei dann ein Schauglas geplatzt, wodurch sich der gesamte Inhalt des Güllecontainers auf die Fahrbahn ergoss. Erst kurz vor der Einmündung Schulstraße stoppte der Fahrer den Sattelzug.
Die Gülle gelangte auch in den unbefestigten Seitenraum der Straße. Um sich ein Bild von dem entstandenen Schaden zu machen, waren Vertreter der Unteren Wasserbehörde und die Umweltschadenermittler der Polizei in Westerstede vor Ort. Sie ordneten die Entnahme von Bodenproben an. Mit einem Radlader wurde am Nachmittag der verunreinigte Boden abgetragen. Inwieweit bei dem Unfall weitergehender Schaden entstanden ist, konnte die Polizei am Donnerstag noch nicht abschließend beurteilen.
Den Gesamtschaden bezifferte die Polizei zunächst auf 10 000 Euro. Möglicherweise entstehen durch die Reinigungs- und denkbare Aufbereitungsarbeiten aber noch Folgekosten.
Lüder Behrens, Leiter der Polizeistation in Rastede, sagte, dass diese Art der Gülle normalerweise auch auf einem Feld ausgebracht werden könnte – in geringerer Menge. Gleichwohl dürfe sie nicht in die Oberflächenentwässerung geraten.
