HALSTRUP - Am Mittwochabend gegen 21 Uhr saßen Fliesenleger Jens Renken und seine Ehefrau gemütlich im Wohnzimmer ihres restaurierten Heuerhauses in Halstrup, während draußen der Sturm durch die Bäume Pfiff. „Plötzlich hörten wir ein lautes Krachen. Das kam selbst für unsere Katze überraschend. Sie sprang auf und flüchtete“, berichtete Renken am Donnerstagmorgen. Als er am Abend zuvor nach draußen ging, um nach der Ursache für die Störung zu suchen, staunte er nicht schlecht. „Im Vorgarten lag unsere etwa 80 Jahre alte Linde. Der Sturm hat sie umgedrückt“, meinte der Halstruper. Schnell zeigte sich, dass der tonnenschwere Riesenbaum das schöne Haus der Renkens nur um wenige Zentimeter verfehlt hatte.
„So viel Glück kann man ja fast gar nicht haben“, staunte Renken, als er bei Tageslicht Haus und Garten in Augenschein nahm. So ganz ohne Folgen blieb der ungewöhnliche Sturmschaden dann doch nicht: Ein Ast traf einen Lampenmast, knickte ihn ab. Und ob die Zuwegung zum Haus heil blieb, dürfte sich erst zeigen, wenn der Baum auseinandergeschnitten und beseitigt worden ist.
Zu anderen Sturm-Einsätzen rückten in der Nacht mehrere Feuerwehren aus. Über weitere Schäden ist nichts bekannt.
