Wangerooge/Wangerland - Ein Feuer auf dem Flugplatz Harlesiel hat am Donnerstagabend die Freiwilligen Feuerwehren aus ‎Carolinensiel‬ und ‪‎Berdum‬ sowie aus ‪‎Neugarmssiel‬ und ‪‎Hohenkirchen‬ auf den Plangerufen: Die Groß-Übung hatten Thomas Weege, Beauftragter für Arbeitssicherheit der Inselflieger, sowie Wangerlands Gemeindebrandmeister Eike Eilers und Florian Harms ausgearbeitet. Als Übungsbeobachter waren auch die Kreisbrandmeister Wittmunds und Frieslands vor Ort.

Laut Szenario war ein Flugzeug aus ungeklärter Ursache gegen den Hangar gefahren, der Motor fing Feuer. Die beiden bewusstlosen Insassen mussten durch die Flugplatzfeuerwehr Harle gerettet werden – der Flugplatz hat ein eigenes Tanklöschfahrzeug und kann somit erste Maßnahmen einleiten.

Nach der Rettung der beiden Insassen begann die Flugplatzwehr mit der Brandbekämpfung mit Schaum, da Flugbenzin auslief und den angrenzenden Hangar entzündete.

Bereits nach nur acht Minuten war das erste Fahrzeug aus Carolinensiel vor Ort. Nach zwölf Minuten folgten die Fahrzeuge aus Neugarmssiel und nach 13 Minuten aus Hohenkirchen. „Alles in allem sehr gute Werte, wenn man die zum Teil lange Anfahrt berücksichtigt“, meint Wangerlands Gemeindebrandmeister Eike Eilers.

Die eintreffenden Wehren begannen sofort mit der Menschenrettung. Im brennenden Hangar befanden sich zwei Personen, die unter schwerem Atemschutz gesucht und gerettet werden mussten. Dabei waren zeitweise mehrere Trupps eingesetzt. Nur 17 und 21 Minuten nach Alarm durch die Leitstelle waren beide Personen gerettet.

Zwischenzeitlich kümmerten sich die Kameraden der Ortswehr Berdum zusammen mit dem Schlauchwagen aus Hohenkirchen um den Aufbau der Wasserversorgung von einem naheliegenden Graben aus. Somit konnte mit der Brandbekämpfung an der Halle begonnen werden, die nun im Vollbrand stand.

Die Beobachter der Einsatzübung waren durchaus zufrieden mit der Leistung der Feuerwehrleute. Zum Dank für den Einsatz spendierte die FLN Frisia-Luftverkehr GmbH Norddeich Bratwurst und Getränke.

Einen echten Einsatz hatten die etwa 30 Kameraden aus Hohenkirchen und Wiarden am Samstagmorgen um 7.30 Uhr bei Poggenburg: Erst gab es in einem Teil von Hohenkirchen Stromausfall, dann Alarm für die Feuerwehren. „Allerdings mussten zumindest die Hohenkirchener Kameraden sich erst einmal im Dunkeln ankleiden“, berichtet Ortsbrandmeister Eike Eilers.

Bei Poggenburg qualmte es stark aus einem Trafohäuschen. Beim Eintreffen der Feuerwehren war aber kein Brand mehr sichtbar. Die Einsatzstelle wurde zum Teil abgesperrt. Die EWE sorgte dann für die Abschaltung des Stroms für den Trafo, damit der kontrolliert werden konnte. Feuer war nicht mehr feststellbar.

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Wiarden und Kameraden der Feuerwehr Minsen sowie Mitglieder der Altersabteilung haben mit dem Deutschen Roten Kreuz einen Erste-Hilfe-Lehrgang absolviert. Der Lehrgang, der alle zwei Jahre wiederholt wird, wurde an vier Abenden in Wiarden durchgeführt – zusätzlich zu den Unterstützungseinsätzen bei der Flüchtlingshilfe.

Den Lehrgang leitete Helmut Lübben, DRK-Bereitschaft Schortens, 23 Feuerwehrleute nahmen daran teil, die alle bestanden haben. Bearbeitet wurden vom Anlegen einfacher Verbände über allgemeine Erkrankungen, Herz-Lungen Wiederbelebung und Handhabung eines AED-Geräts, eines halbautomatischen Defibrillator, auch Hilfe bei feuerwehrtechnischen Unfällen und Verletzungen.