HANNOVER - HANNOVER/DPA - Im Zusammenhang mit dem Heros-Betrugsskandal ist eine weitere frühere Prokuristin des ehemals größten deutschen Geldtransportunternehmens verhaftet worden. Die 59-Jährige soll mit einer Kollegin 2,4 Millionen Euro abgezweigt haben, sagte Oberstaatsanwalt Manfred Knothe am Donnerstag in Hannover. Die beiden Frauen hätten in der Niederlassung Heide in Schleswig-Holstein gearbeitet. Anfang 2002 seien dort die 2,4 Millionen Euro angeliefert worden, die niemand habe zuordnen können. Daraufhin, so der Verdacht, teilten sich die Frauen die Summe.
Die 38 Jahre alte Kollegin sitzt seit Dezember in Untersuchungshaft. Bei ihr hatten Ermittler einen Koffer mit 81 000 Euro entdeckt, die mit Heros-Banderolen umwickelt waren. Aus der Vernehmung heraus habe sich der Verdacht auf ihre Kollegin ergeben, sagte Knothe.
Am Landgericht Hildesheim läuft derzeit der Prozess gegen den Heros-Gründer Karl-Heinz Weis und drei weitere Manager.
