Hannover - Niedersachsen will herausfinden, wie häufig Stichwaffen bei Verbrechen zum Einsatz kommen, und nimmt sie deshalb in die Polizeiliche Kriminalstatistik auf. Auslöser seien die Messerattacken in den vergangnen Tagen und Wochen gewesen, sagte Ministeriumssprecherin Svenja Mischel am Dienstag.

Das Landeskriminalamt (LKA) soll das Messer als Tatwaffe in die Kriminalstatistik aufnehmen. Bisher gibt es keine verlässlichen Zahlen, allerdings lässt sich laut LKA aus dem Vorgangsbearbeitungssystem eine Tendenz ablesen. Demnach gab es 2017 etwa 1922 Delikte mit Messern. Dies seien 2,8 Prozent der Taten im Bereich Mord/Totschlag, Körperverletzung, Bedrohung und Raubtaten, hieß es. Die Zahl der Gewaltdelikte in Verbindung mit Messerangriffen sei landesweit von 2014 bis 2016 um jährlich etwa 14 Prozent gestiegen.