HANNOVER/LATHEN - Letzte Zahlungen für Opfer des Transrapid-Unglücks im Emsland: Aus dem Sonderfonds für Hinterbliebene und Verletzte werden zu Weihnachten noch einmal mehrere tausend Euro ausgeschüttet. Nach Angaben des Beauftragten der Landesregierung, Hartwin Kramer, ist der Fonds damit so gut wie ausgeschöpft. Der Ex-Präsident des Oberlandesgerichts Oldenburg will im Februar seinen Abschlussbericht vorlegen. „Die Gelder sind dahin geflossen, wo sie hingehören“, sagte Kramer der NWZ . Damit sind insgesamt rund 520 000 Euro ausgezahlt worden. Noch 30 000 Euro seien übrig, so Kramer.

Bei dem Zusammenstoß eines Transrapid mit einem Werkstattwagen auf der Teststrecke in Lathen waren im September vergangenen Jahres 23 Menschen ums Leben gekommen. Zehn Personen wurden verletzt. Der Ombudsmann hat bereits im November Sonderzahlungen von jeweils 2500 Euro an Hinterbliebene und Verletzte veranlasst. Die Kinder der Unglücks-Opfer erhalten jetzt zusätzlich noch einmal jeweils 1500 Euro. „Das Geld ist vor Weihnachten da“, sagte Kramer.

Unterdessen wartet das Wirtschaftsministerium weiterhin vergeblich auf den angekündigten Antrag des Teststrecken-Betreibers IABG für eine neue Betriebsgenehmigung.