HANNOVER/LATHEN - Ein Jahr nach dem Transrapid-Unglück in Lathen hat der Landesbeauftragte Hartwin Kramer (Oldenburg) weitere Hilfe für die Betroffenen angemahnt. Der Opferfonds sollte bis Ende 2008 weitergeführt werden, sagte er der NWZ . Das große Leid, das durch den Unfall entstanden sei, könne man nicht beseitigen. Man könne aber helfen, „die Folgen zu lindern“.

Beim Zusammenstoß eines Transrapid mit einem Werkstattwagen waren am 22. September 2006 auf der Teststrecke in Lathen 23 Menschen getötet worden. Zehn Personen wurden verletzt. Mindestens zwei davon seien berufsunfähig, erklärte Kramer. „Das trifft die Menschen besonders hart.“

Der Landesbeauftragte zog eine positive Bilanz der bisherigen Hilfe. Rund 570 000 Euro seien bislang an Hinterbliebene und Verletzte ausgezahlt worden. 13 Familien werden betreut. Rund 180 000 Euro seien noch verfügbar. Wirtschaftsminister Walter Hirche (FDP) sprach sich für weitere Investitionen in die Magnetschwebetechnik aus. „Sie ist weiterzuentwickeln, bevor Dritte diese Chance ergreifen“, sagte er der NWZ .

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