HANNOVER - Vor Niedersachsens Küsten rosten laut Experten bis zu 1,5 Millionen Tonnen Kampfmittel vor sich hin. Denn nach dem Kriegsende wurde massenhaft Munition in die Nordsee entsorgt. Nach gut 60 Jahren droht der Umwelt jetzt nach Befürchtungen des Koblenzer Umweltgutachters Stefan Nehring eine erste Welle der Verseuchung. Menschen hingegen sind schon seit langem gefährdet: Nach einer von Nehring geführten Statistik über Unfälle mit Munition hat es seit 1945 mindestens 115 Tote und 35 Verletzte gegeben. Zuletzt erlitten 2004 Strandbesucher auf Wangerooge und bei Tossens Verletzungen durch Phosphor.

Region, S.10