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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Betrug Im Nordwesten: 7000 Anrufe falscher Polizisten

20.12.2019

Hannover /Oldenburg Vor allem ältere Menschen in Niedersachsen werden häufiger von falschen Polizisten angerufen. Ziel der Masche: erst Vertrauen gewinnen, dann Geld erschleichen.

Erst am Donnerstag hat es in Brake viele Anrufe von vermeintlichen Beamten gegeben, teilte die Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch mit. Das Landeskriminalamt (LKA) registrierte in diesem Jahr bis Ende November fast 7000 Fälle, in denen angebliche Beamte mögliche Opfer zur Herausgabe von Bargeld oder Wertsachen bewegen wollten. Das seien rund 3000 Fälle mehr als im gesamten Vorjahr, sagte LKA-Sprecherin Nevin Ayyildiz.

Die gute Nachricht: „Es zeichnet sich deutlich ab, dass die Täter wesentlich mehr Zeit, Versuche und Mühe investieren müssen, um ihre List erfolgreich anzuwenden“, sagte die LKA-Sprecherin. Denn die Zahl der vollendeten Taten ging trotz der vermehrten Versuche von 94 auf 85 zurück. Die Schadenssumme reduzierte sich von rund 4,7 Millionen Euro auf gut 2,5 Millionen Euro.

das rät die Polizei

Fragen Sie bei einem Anruf eines angeblichen Polizei- oder Kriminalbeamten nach Name und Dienststelle.

Informieren Sie sich selbst durch einen Rückruf bei Ihrer Polizei oder unter der Notrufnummer 110, ob die Angaben stimmen.

Geben Sie keine Details zu Ihren familiären Verhältnissen preis. Machen Sie auch keine Angaben zu Wertsachen oder Bankkonten.

Seien Sie skeptisch am Telefon. Die Täter sind darauf geschult, Ihr Vertrauen zu erschleichen.

„Derartige Straftaten sind ganz besonders niederträchtig: Gutgläubigkeit und teilweise auch gesundheitliche Einschränkungen von älteren Menschen werden skrupellos ausgenutzt“, sagt der Oldenburger Polizeipräsident Johann Kühme. „Wir müssen daher unsere Anstrengungen weiter intensivieren, um potenzielle Opfer zu schützen.“

Nach der vorläufigen Auswertung der Statistik hat sich im Bereich der Polizeidirektion Oldenburg die Zahl der Anrufe von „falschen“ Polizisten im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt, sagte Sprecherin Melissa Oltmanns. Waren die Betrüger 2018 zudem nur in 15 Fällen erfolgreich und konnten Geld erbeuten, sind bis jetzt (Stand 25. November) bereits 28 Fälle. Auch die Schadenssumme erhöhte sich von rund 350 000 Euro € auf nun rund 550 000 Euro – davon allein eine Tat mit über 70 000 Euro Schaden.

Ellen Kranz Reporterin / Reportage-Redaktion
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