Hannover - Eine Bande von Brüdern hat mit dem Handwerkertrick viele Seniorinnen betrogen. Unter anderem für einen besonders dreisten Betrug an einer Seniorin hat das Amtsgericht Hannover am Mittwoch den 31-jährigen E. H. zu zwei Jahren und sieben Monaten Haft verurteilt.

Im Juni 2017 hatte ein Mann einer Seniorin angeboten, die Gehwegplatten vor ihrem Haus reinigen zu lassen. Während der Arbeiten hielt einer der angeblichen Mitarbeiter plötzlich einen Wurm in der Hand. Die sei ein „sehr ernster Fall“ von Mauerwurmbefall, erklärten die Arbeiter. Da Mauerwürmer, die frei erfunden sind, die Bausubstanz angriffen, helfe nur eine Tausende Euro teure Sanierung. Die Senioren glaubte dies, hob 1300 Euro von ihrem Konto ab, während der als E. identifizierte „Mitarbeiter“ mit einer Sprühflasche und einer vermeintlichen Chemikalie durch ihr Haus ging. Später fiel der Senioren dann auf, dass Schmuck fehlte – sie rief die Polizei. Zwei mitangeklagte Brüder von E. H. wurden freigesprochen, weil das 71-jährige Opfer die beiden nach der Tat nicht mehr zweifelsfrei identifizieren konnte.