Hannover - Polizei und Staatsanwaltschaft haben das Anwesen von Rocker-Boss Frank Hanebuth (54) in der Nähe von Hannover durchsucht. Hanebuth ist Chef des „Hells Angels“-Charters „North Gate“ in Hannover.
Sechs Beschuldigten (darunter ist einer Hanebuth) wird vorgeworfen, im April mit einer Schutzgeldforderung einen Geschäftsmann in Langenhagen bei Hannover aufgesucht zu haben. Als der Mann dieser nicht nachkam, soll einer der Beschuldigten ihn geschlagen haben.
Laut Oliver Eisenhauer, Sprecher der Staatsanwaltschaft, soll Hanebuth dabei gewesen sein, aber nicht geschlagen haben. Ob in seinem Haus Beweismittel sichergestellt wurden, wollte Eisenhauer aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. Hanebuths Rechtsanwalt Michael Nagel sagte der Deutschen Presseagentur: „Zu dem laufenden Verfahren kann zurzeit nur die Angabe gemacht werden, dass der Vorwurf ausgeräumt werden wird.“
Der Rocker-Boss sorgte bereits 2013 für Aufsehen: Da ihm vorgeworfen wurde zu einer kriminellen Vereinigung zu gehören, wurde er festgenommen.
