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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Die Hitze kommt zurück – Windhose in Loga gesichtet

30.07.2018

Hannover Vereinzelte Gewitter und frischer Wind haben am Wochenende in Niedersachsen nur kurz für eine Abkühlung gesorgt. Zum Wochenstart wird es vor allem wieder eins: sonnig und heiß. Mit Temperaturen bis 33 Grad meldet sich der Hochsommer nach nur kurzer Pause zurück. Auch der Dienstag wird sehr heiß, das Risiko für Schauer und Gewitter ist gering, wie eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes am Sonntag sagte. An den Küsten bleibt es mit etwa 25 Grad am Tag etwas kühler.

Erst zur Wochenmitte wird am Mittwoch das Wetter unbeständiger. Die Temperaturen sinken tagsüber auf unter 30 Grad, mit Schauern und Gewittern ist zu rechnen. Die Nächte hingegen bringen kaum Abkühlung und bleiben mit rund 20 Grad sehr warm. Erst in der Nacht zum Donnerstag soll es sich abkühlen.

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Trotz der Gewitter mit Sturmböen warnt die Polizei, dass die Waldbrandgefahr weiter hoch sei. Aus vielen Regionen wurde am Wochenende über kleinere Feuer berichtet. Im Kreis Rotenburg verhinderten die Einsatzkräfte am Samstag die Ausbreitung zweier vorsätzlich gelegter Brände.

Die Feuerwehren im Landkreis Leer mussten nach eigenen Angaben am Samstagabend mehr als 140 Mal ausrücken. „In Loga berichteten Anwohner davon eine Windhose gesehen zu haben. Die Schäden in einigen Bereichen sprechen ebenfalls dafür“, berichtet ein Behördensprecher. Vor allem seien aber Bäume entwurzelt und Straßen überflutet worden. Die Schäden hielten sich jedoch in Grenzen.

In Uplengen wurde ein fahrendes Auto von einem umgestürzten Baum getroffen. Die Insassen erlitten leichte Verletzungen. Die Polizei Oldenburg musste nach Angaben eines Sprechers lediglich wegen einem umgestürzten Baum ausrücken, die hiesige Feuerwehr sich um einen herunterhängenden Ast kümmern. Das war’s. Auch in umliegenden Landkreisen wie der Wesermarsch blieb es demnach ruhig. In Wardenburg schlugen allerdings Blitze ein. Die Feuerwehr konnte hier Schlimmeres verhindern.

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In Schillig brachen die Veranstalter den „Friesencross“ erstmals in seiner 15-jährigen Geschichte ab. Der Lauf führte teilweise durch das Watt – ein Ort, an dem man sich bei Blitz und Donner ganz sicher nicht aufhalten sollte. Die Organisatoren des Kultursommer Oldenburg sagten zwei Veranstaltungen am Nachmittag kurzfristig ab, das Konzert am Abend begann wetterbedingt erst mit Verzögerung.

Im Landkreis Rotenburg zählten Feuerwehr und Polizei am Samstag innerhalb kürzester Zeit mehr als 120 Einsätze. Meist handelte es sich um umgestürzte Bäume, die Straßen und Zugstrecken blockierten; teilweise wurden Fahrbahnen durch Starkregen überflutet. Der Zugverkehr auf den Strecken Bremerhaven-Bremervörde und Bremervörde-Zeven wurde nach Polizeiangaben für Stunden eingestellt. Mehrere Bäume stürzten auf Bahngleise. Die Bahn sperrte auch die Zugstrecke zwischen Bremen und Hannover teilweise. Als Folge des Sturms wurden einige Straßen bis auf Weiteres gesperrt.

In Bremen stürzten zwei Bäume auf Fahrbahnen, ein Ast verfing sich in der Oberleitung der Straßenbahn. In Braunschweig rückte die Feuerwehr mehrfach aus, um vollgelaufene Keller leer zu pumpen. In Bortfeld im Kreis Peine schlug ein Blitz in einen Schweinstall ein. Die mehr als 30 Schweine konnten aber gerettet werden.

Nahe Benkeloh im Kreis Rotenburg meldete ein Anwohner eine Rauchsäule. Die Feuerwehr rückte mit 50 Einsatzkräften an. An dem gelöschten Brandherd entdeckten Spezialisten der Polizei nicht nur einen Haufen abgelegter Wäsche, sondern auch Hinweise auf Brandstiftung. In Rotenburg meldete ein Spaziergänger einen brennenden Baumstumpf in einem Waldgebiet. Auch bei diesem Feuer wurden Spuren von Brandstiftung festgestellt. Die möglichen Täter seien noch nicht ermittelt. Mehr Glück hatte da bereits am Freitagabend die Polizei bei Barsinghausen: Dort konnte ein verdächtiger 76-Jähriger festgenommen werden, der ein Feuer in einem Wald gelegt haben soll.

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Umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste und vollgelaufene Keller: Die Feuerwehr Hannover rückte zu rund 40 Einsätzen aus. Sie beseitigte abgebrochene Äste auf Gehwegen und Straßen und pumpte vollgelaufene Keller leer. Das Kleine Fest im Großen Garten wurde am Samstagabend abgesagt, heftiger Regen überflutete die Wege.

Die hochsommerliche Hitze, jede Menge Sonne und kaum Regen: Das Wetter der vergangenen Wochen hinterlässt Spuren. Landesweit herrscht extreme Waldbrandgefahr. Schon ein Funke kann einen Flächenbrand auslösen. Auf der Elbe im Norden können wegen Niedrigwassers derzeit so gut wie keine Schiffe fahren. Vor allem im Bereich der Mittelelbe zwischen Dömitz im Südwesten Mecklenburgs und dem niedersächsischen Hitzacker liegen die Pegel derzeit niedrig. Die Tiere finden auf Weiden und Deichen kaum noch Futter. Die Trockenheit bringt auch die Vogelwelt aus dem Takt.

Christian Ahlers Redakteur / Online-Redaktion
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