Harpstedt - So einen Einsatz wie den am Freitagmorgen gibt es selten in Harpstedt: Ersthelfer zogen eine 21-jährige Fahrradfahrerin, die von einem Sattelzug erfasst und mitgezogen worden war, darunter hervor. Der Verkehrsunfall ereignete sich gegen 5.10 Uhr, wie die Polizei mitteilt. Die junge Frau wurde dabei schwer verletzt.
Zum Unfallhergang: Ein 58-jähriger Mann aus Ehrenburg befuhr mit seinem Sattelzug die Lange Straße in Fahrtrichtung Harpstedt und beabsichtigte, nach rechts in die Burgstraße in Richtung Groß Ippener abzubiegen. Dabei übersah er die 21-Jährige aus Dünsen, die mit ihrem Lastenfahrrad auf dem Fahrradweg unterwegs war und den Einmündungsbereich Burgstraße überquerte.
Ersthelfer zeigen Einsatz
Der Sattelzug erfasste die junge Frau mit dem mitgeführten Sattelanhänger. Sie wurde darunter eingeklemmt und etwa 100 Meter mitgezogen. Durch die Kollision wurde sie schwer verletzt.
Unter den Ersthelfern, die die junge Frau unter dem Sattelzug hervorzogen, war auch der Harpstedter René Nölker. Der junge Mann stand mit anderen zusammen, als er Schreie gehört habe, wie Nölker dem Portal Nonstop-News erzählte. Als einer von ihnen den Lastwagen am Straßenrand stehen sah, unter dem Teile eines Fahrrads hervorschauten, seien sie sofort losgerannt. „Bin dann hingelaufen und hab’ das Rad darunter weggezogen und da lag die Frau darunter“, beschreibt René Nölker die ersten Sekunden, in denen er Hilfe leistete, gegenüber dem Portal.
Zusammen mit dem Fahrer des Sattelzugs hätten sie die 21-Jährige in die stabile Seitenlage gebracht. Ein anhaltender Autofahrer sei glücklicherweise Sanitäter gewesen. „Der hat dann sofort Verbandszeug rausgeholt und hat die Lage dann auch beruhigt“, erzählte Nölker dem Portal. Gemeinsam versorgten und betreuten sie die 21-Jährige, bis der Rettungsdienst eintraf.
Sie wurde vor Ort von einem Notarzt sowie einem Rettungswagen medizinisch versorgt und anschließend mit schweren Verletzungen in eine Klinik gefahren.
Unfallursache ist unklar
Bei dem Unfall entstand Sachschaden in unbekannter Höhe. Bislang gebe es keine weiteren Erkenntnisse zum Unfallhergang, wie Polizeisprecherin Daniela Seeger auf Nachfrage mitteilte, die Ermittlungen dauern noch an.
René Nölker äußerte gegenüber Nonstop-News, dass er nicht glaube, Probleme mit der Verarbeitung der Geschehnisse zu haben: Denn er sei froh, dass nicht mehr passiert sei.
