HASBRUCH - Seit 1997 ist der gesamte Hasbruch Naturschutzgebiet und der Europäischen Kommission als Flora-Fauna-Habitat (FFH)-Gebiet gemeldet. Zu verdanken hat der Wald diesen besonderen Status auch einem Bewohner, der auf der Roten Liste gefährdeter Tiere weit oben rangiert: dem Eremiten. Entsprechend sorgsam wird mit der Käferart umgegangen: Die Bäume, die diesem seltenen Insekt als Lebensraum dienen, dürfen nicht forstwirtschaftlich genutzt werden. Die Revierförsterei hat eine ausführliche Kartierung der betroffenen Bäume mit Hilfe von GPS- und GIS-Daten vorgenommen und die Eremitenvorkommen sorgfältig erfasst.

Als im April vergangenen Jahres einer dieser von Eremiten besiedelten Bäume umgestürzt war, schaltete Revierförster Jens Meier den Bremer Entomologen Axel Bellmann ein. Der Käfer-Experte sammelte fünf Larven des Eremiten ein, weil neue Generationen in toten Bäumen keine Überlebensmöglichkeiten haben.

Aus drei der fünf Larven sind mittlerweile Käfer geschlüpft, die bis zu vier Zentimeter groß werden können – zwei Weibchen und ein Männchen. Ihnen gab Bellmann am Montagnachmittag im Hasbruch eine neue Baumheimat. Die Eremiten machten sich sogleich auf die Suche nach Asthöhlen.