Hildesheim - Beim Auftakt eines neu aufgerollten Mordprozesses schweigt der Angeklagte zu dem Gewalttod seiner Frau. Nur, was der Richter am Landgericht Hildesheim wissen will, beantwortet er. „Alles, was man sich erarbeitet hat, ist kaputt gegangen“, sagt der 47-Jährige aus Lauenau. Auch Angaben zu einer Geliebten, mit der er ein neues Leben geplant haben soll, macht der Angeklagte nicht. Zuvor hatte er stets seine Unschuld beteuert. Seit rund drei Jahren sitzt er im Gefängnis.

In einem ersten Urteil sah es das Bückeburger Landgericht als erwiesen an, dass der Mann am 27. Mai 2015 im Affekt seine Ehefrau mit einer Holzlatte niedergeschlagen hatte. Danach erstickte er sie demnach mit einer Tüte. Wegen Totschlags war er zu elfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Doch der Angeklagte legte erfolgreich Revision ein. Das Landgericht hat bis Februar 2019 knapp 30 weitere Termine angesetzt.