Wiggersloh - Das Unheil war schon von Ganderkesee aus zu sehen: Eine hohe schwarze Rauchsäule stand am Montagnachmittag über dem südlichen Ortsrand von Hoyerswege. An der Wiggersloher Straße brannte ein Holzhaus, das trotz eines Großeinsatzes der Feuerwehr nicht mehr zu retten war. Zur Brandursache und Schadenshöhe konnte die Polizei am frühen Montagabend noch keine Angaben machen.

Zeugen hatten den Rauch entdeckt und kurz nach 15 Uhr die Feuerwehr alarmiert. Nach Polizeiangaben hatte der Pächter des Grundstücks, der „unregelmäßig“ in dem hölzernen Gebäude wohnt, vergeblich versucht, den Brand zu löschen. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, stand das Haus voll in Flammen. Platzende Eternitplatten auf dem Dach verschafften dem Szenario auch akustisch Eindruck. Dass das Haus rundherum von Bäumen umgeben war, erschwerte die Arbeit der vier Ortswehren aus Ganderkesee, Hengsterholz-Havekost, Bergedorf und Falkenburg, die mit 15 Fahrzeugen und 65 Einsatzkräften vor Ort waren.

Mit Hilfe der Drehleiter aus Ganderkesee konnten die Flammen schnell eingedämmt, aber nicht komplett abgelöscht werden. Das Haus brannte vollständig nieder. Um die letzten Brandnester zu löschen, musste die Ruine am Abend umgerissen werden, berichtete der Ganderkeseer Ortsbrandmeister und Einsatzleiter Axel Hollmann. Eine Gasflasche wurde aus dem Innern geborgen und auf dem Gelände gekühlt. Einige Tannen, die nahe am Haus standen, fingen ebenfalls Feuer.

Die Einsatzbedingungen seien wegen des bewaldeten und vereisten Geländes schwierig gewesen, sagte Feuerwehr-Pressesprecher Torben Skibbe. Zur Wasserversorgung wurde eine Schlauchverbindung zu einem mehr als 300 Meter entfernten Hydranten an der B 213 gelegt. Die Bundesstraße war während des Einsatzes für gut zwei Stunden gesperrt, der Verkehr wurde umgeleitet.

Hergen Schelling
Hergen Schelling Redaktion für den Landkreis Oldenburg (Leitung)